Razzia bei Jost Polizei ermittelt wegen Verdacht auf Sozialbetrug

Jost, Razzia, Sozialbetrug Foto: Jan Bergrath

Wie der belgische TV-Sender RBTF auf seiner Homepage berichtet, gab es am frühen Montagmorgen des 8. Mai eine Razzia der belgischen Polizei an den Standorten der Spedition Jost in Herstal, Bierset und Herve.

Im Zuge einer Untersuchung wegen umfangreichen Sozialbetrugs betraten am frühen Montagmorgen Ermittler die verschiedenen Büros des Transportunternehmens Jost. Zentraler Punkt dieser Aktion ist die Wallonie, wo Jost viele Filialen hat, aber auch in Flandern, besonders in der Provinz Antwerpen.


In Herstal, im Industriegebiet Hauts-Sarts, waren um 6 Uhr etwa 30 Ermittler vor Ort zwecks Durchsuchungen und Kontrollen. Sie haben mehrere rumänische Fahrer geweckt, die in ihren in Rumänien zugelassenen Fahrzeugen vor dem Gebäude der Firma standen. Das parquet federal (die Bundesanwaltschaft) vermutet, dass das Unternehmen den Staat zwischen 2014 und 2016 um mehrere Millionen Euro betrogen hat. Das Unternehmen hätte mit Vermittlern in Rumänien und in der Slowakei gearbeitet, mit Fahrern aus diesen Ländern die ihre Tätigkeit bei uns ausüben, um den sozialen Verpflichtungen aus dem Weg zu gehen. Jost hat so eine Struktur ebenfalls in Luxemburg eingerichtet. Das Ausmaß des Betrugs wird auf 55 Mio. Euro geschätzt. Es laufen ebenfalls Untersuchungen in Rumänien, in Luxemburg und der Slowakei.

Wie die deutschsprache Zeitung Grenzecho in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, wurde mittlerweile Haftbefehl gegen Roland Jost erhoben. Dem Chef des Transport- und Logistikunternehmens JostGroup mit Sitz im luxemburgischen Weiswampach wird unter anderem Menschenhandel, Betrug, Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Laut belga-Informationen ist neben Roland Jost außerdem gegen zwei weitere Personen Haftbefehl erlassen worden.

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