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Asphalt-Beläge mit Solarzellen

Strom liegt auf der Straße

Wattway Foto: Colas 4 Bilder

Warum die Straße nicht zur Produktion von Elektrizität nutzen? In Frankreich könnte sich diese Idee mit in den Straßenbelag eingelassenen Photovoltaik-Elementen vielleicht demnächst durchsetzen.

24.02.2016 Andreas Wolf

Hinter der "Wattway" genannten Solarstraße steckt der französische Straßenbau-Konzern Colas, der zusammen mit dem französischen Institut für Solarenergie (INES) das Konzept innerhalb von fünf Jahren entwickelt hat. Noch in diesem Frühjahr wollen die beiden Partner versuchsweise einen 100 Kilometer langen Straßenabschnitt mit Photovoltaik-Elementen ausrüsten.

Solarelemente lassen sich direkt auf den Straßenbelag aufbringen

Colas und INES sehen in dem Wattway-System zwei wesentliche Vorzüge. Zum einen führe das Erhöhen des Anteils erneuerbarer Energien im Strom-Mix durch Wattway zu keinem zusätzlichen Landschaftsverbrauch. Zum anderen sei es nicht notwendig, bestehende Beläge abzutragen, um Straßen mit den Photovoltaik-Elementen auszurüsten, die Solarelemente könnten vielmehr direkt aufgebracht werden. Eine denkbare Nutzung der Wattways ist die direkte Versorgung von Elektrofahrzeugen mit Strom durch Induktion.

Dünne, übereinander liegende Schichten aus polykristallinem Silizium

Die Photovoltaik-Elemente enthalten Solarzellen, die in einem patentierten Verfahren in Mehrschicht-Substrate eingebracht werden. Die dünnen, übereinander liegenden Schichten aus polykristallinem Silizium sollen dem normalen Abrieb auf Autobahnen und Schnellstraßen standhalten. Laut Colas gilt dies insbesondere auch für die von schweren Lkw ausgehenden Belastungen. Da das Komposite-Material der Photovoltaik-Elemente nur wenige Millimeter dick sei, gelte auch der Einfluss von Wärmedehnung des Straßenbelags bei Temperaturänderung als unproblematisch.

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