ADAC Truckservice

Prozesse optimiert

ADAC Truck Service Foto: ADAC Truckservice

Der ADAC Truckservice will 2019 die Pannenbearbeitungszeit verkürzen und optimiert sein Prozessmanagement. Abläufe sollen zudem transparenter und schneller werden. Ziel ist es dabei liegengebliebenen Lkw binnen 20 Minuten Hilfe zukommen zu lassen. Hierfür nehmen die Gelben Engel für die Lkw-Sparte eine halbe Million Euro in die Hand.

Ein wichtiger Teil der Serviceoffensive ist nach Angaben des Pannendienstleisters die Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Eine neue Software für die Pannenbeauftragung sowie die durchgängige Einführung eines automatisierten Rechnungsversands sollen dabei für mehr Transparenz, eine höhere Qualität und weniger Schnittstellen im Prozess sorgen. Zudem soll die Organisation der Laichinger Notrufzentrale weiter optimiert werden. Hierzu gehören ein einheitliches Reporting und Projekt-Controlling, ein standardisierter Einarbeitungsprozess für neue Mitarbeiter, die Einführung digitaler Schichtpläne sowie ein neues Jahresarbeitszeitmodell, das durch die Kombination mit Homeoffice flexiblere Einsatzzeiten möglich macht.

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Der ADAC Truckservice reagiert auf die steigende Zahl ausländischer Fahrer und erweitert seine Fremdsprachenkompetenz.

Fremdsprachige Pannen-Hotlines

Nach Angaben des ADAC Truckservice sind zudem acht zusätzliche Fremdsprachen-Service-Agents eingestellt worden. Damit deckt die Pannen-Hotline des ADAC künftig die Sprachen Bulgarisch, Polnisch, Ungarisch, Rumänisch, Russisch, Englisch und Französisch auf muttersprachlichem Niveau ab. Mit regelmäßigen Sprachkursen sollen die Fremdsprachenkenntnisse der Mitarbeiter weiter ausgebaut werden. Dieser Schritt ist nach Angaben des ADAC der Tatsache geschuldet, dass die fehlende Deutsch- und Englischkenntnisse der Fahrer aus dem Europäischen Ausland zunehmend große Verzögerungen in der Pannenbearbeitung zur Folge haben.

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"Vor zwei Jahren haben wir in einem Pannenfall mit zwei Telefonaten Hilfe organisiert, heute sind bis zu zehn Anfragen nötig", kommentiert Dirk Fröhlich, Geschäftsführer des ADAC Truckservice den Fachkräftemangel beim Werkstattpersonal.

Fachkräftemangel auch beim Werkstattpersonal

Ebenfalls problematisch sei der Fachkräftemangel in der Werkstatt. „Werkstattkapazitäten werden immer knapper, weil es an ausgebildeten Mechatronikern, Abschlepp- und Bergefachkräften fehlt. Vor zwei Jahren haben wir in einem Pannenfall mit zwei Telefonaten Hilfe organisiert, heute sind bis zu zehn Anfragen nötig. Schlankere Prozesse und die Entbürokratisierung der Pannenhilfeorganisation, um die Werkstätten zu entlasten, sind deshalb alternativlos“, so Dirk Fröhlich, Geschäftsführer des ADAC Truckservice.

Foto: ADAC Truckservice
Die mangelnden Fremdsprachenkenntnisse der ausländischen Fahrer sind für den ADAC Truckservcie einer der Hauptgründe für Verzögerungen im Pannenservice.

Pannenrückblick 2018 des ADAC Truckservice

Der ADAC Truckservice ist nach eigenen Angaben 2018 insgesamt zu 39.797 Panneneinsätzen ausgerückt. Das seien 0,88 Prozent weniger als im Vorjahr. Reifenpannen lagen mit 65,3 Prozent dabei an der Spitze der Pannenstatistik. Auf Platz zwei der Pannenursachen lagen mit 7,3 Prozent Motorschäden, gefolgt von Bremsen mit 5,6 Prozent und Elektrik mit 3 Prozent. Schäden an Aufbauten, Fahrwerk, Ladebordwand, Kühlaggregaten und Hydraulik lagen jeweils unter einem Prozent.

ADAC-TruckService Sedlmeier Foto: ADAC Truckservice
Spitzenreiter in der Pannenstatistik des ADAC Truckservice: Reifenpannen mit rund 65 Prozent der rund 40.000 Panneneinsätzen in 2018.

Laut ADAC wurden im Juli und August die meisten Lkw-Pannen gemeldet. Mit Hitzemonat August verzeichnete der ADAC Truckservice mit 1150 Anrufern den Jahresspitzenwert. Zwar könne Hitze allein modernen Pneus nichts anhaben, in Kombination mit einem zu geringen Luftdruck oder Beschädigungen kommt es so jedoch verstärkt zu Reifenpannen. Der vergleichsweise schwache Winter waren Starthilfeeinsätze der Hauptgrund für Lkw-Pannen. Diese lagen mit 868 Fällen jedoch um 8,5 Prozent niedriger als im Vorjahr. Wegen Dieselmangel liegen geblieben seien lediglich 129 Lkw.

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