(251 PS), das mögliche Zuggewicht von 26 Tonnen und die etwas eingeschränkte Nutzlast des Solowagens. Kurz: der 120E25 ist kein klassischer 11,99-Tonner.
Wenn es um den Erfolg geht, dann ist die kleinste Lkw-Baureihe im Iveco-Programm die größte. Denn der Eurocargo kommt in Europa – Ost und West – auf einen Marktanteil von mehr als 20 Prozent, liegt bei den verkauften Stückzahlen auf dem Niveau von MAN und muss nur dem Mercedes Atego in Vortritt lassen. Selbst auf dem deutschen Markt mit den Platzhirschen MAN und Mercedes behauptet sich der kleine Italiener. Denn als einziger „Ausländer“ kommt er auf ansehnliche Stückzahlen, schafft mehr als 15 Prozent Marktanteil und belegt mit deutlichem Vorsprung Platz drei in der Zulassungsstatistik. Tatsächlich hat es Iveco mit dem Eurocargo mehr als mit Stralis und Trakker geschafft, die Kunden zu überzeugen. Das liegt zum einen am schnörkellosen Auftritt des kleinen Italieners, zum anderen an seiner Reife aus 20 Jahren Bauzeit und es liegt am fast lückenlosen Programm.
Eine der wenigen Lücken tut sich bei der Motorisierung auf. Zwar stehen mit den Vier- und Sechszylinder von Cummins Motorleistungen zwischen 140 und 299 PS zur Wahl, doch genau an der Schnittstelle vom Vier- zum Sechszylinder tut sich eine Lücke auf. Der Vierzylinder reicht nur bis 182 PS. Wer im 11,99-Tonner mehr Leistung haben will, muss auf den baugleichen Sechszylinder zurückgreifen. Die Konkurrenz, allen voran MAN und Mercedes, liefern in diesem Segment Vierzylinder mit deutlich mehr als 200 PS. Dass mit dem Sechszylinder verbundene Nutzlastmanko hält sich im Fall Cummins-Motor allerdings in engen Grenzen. Mit 470 Kilogramm Trockengewicht wiegt er nur 80 Kilogramm mehr als der Vierzylinder. Trotzdem steht der 120E250 mit gut 6,4 Tonnen einschließlich Pritschenaufbau und Ladebordwand auf der Waage. Das sind 300 bis 500 Kilogramm mehr als die besten Wettbewerber.
Der Arbeitsplatz im Eurocargo geht weitgehend in Ordnung. Die Instrumente, in diesem Fall die Highline-Ausführung aus dem Stralis (Aufpreis: 320 Euro), sehen schmuck aus und sind auch übersichtlich angeordnet, aber mit Zahlen und Farben so überfrachtet, dass die Ablesbarkeit leidet. Der Federungskomfort entspricht dem Standard in dieser Klasse, Unebenheiten sind aber teilweise im Lenkrad zu spüren. Die Innengeräusche fallen mit 71,2 dB(A) bei 85 km/h relativ hoch aus, sind in der Tonlage aber nicht unangenehm. Schwerer wiegt da schon, dass die Betriebsbremse nach einen wirklich beherzten Tritt verlangt, um Wirkung zu zeigen. Insgesamt etwas knapp bemessen ist das Fahrerhaus, das etwas schmaler und etwas kürzer als die meisten Wettbewerber daher kommt. Es fehlt auch an Ablagen in Reichweite des Fahrers und an Bewegungsfreiraum. Der Durchstieg auf die Beifahrerseite ist nur schwer möglich. Halbwegs leben lässt sich mit der Innenhöhe von gut 1.500 Millimeter. Vor allen Dingen diese geringen Abmessungen lassen erkennen, dass die Eurocargo-Kabine vor mehr 20 Jahren entwickelt wurde. Ein heute entwickeltes Fahrerhaus für diese Klasse würde größer ausfallen.
Trotzdem: der 120E25 ist ein veritabler Motorwagen für leichte Lastzüge im Verteilerverkehr. Mit ausreichender Nutzlast, ordentlichem Fahrkomfort und unproblematisch im Alltag.






