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Westerlinde: Treffpunkt für Lkw-Fahrer

Sterne-Gastronomie sucht man in Westerlinde vergeblich – aber verhungern muss trotzdem keiner, Extraportion Freundlichkeit inklusive.

Zugegeben, riesig ist der Shell Autohof Westerlinde nicht. Das Angebot ist überschaubar, aber: Der Charme ist dafür riesengroß. Westerlinde ist ein kleines Dorf mit 30 Häusern, einer Kirche und eben dem gleichnamigen Autohof. Durch die Lottoannahmestelle ist der Autohof auch ein Treffpunkt für die Dorfbewohner und es entsteht eine ganz besonders familiäre Atmosphäre.

Stationsleiterin Hilli Werner hatte die Anlage 1993 zusammen mit ihrem Mann Klaus gepachtet, doch 2008 wurde es für die heute 58-Jährige zu viel. Sie gab den Autohof ab, konnte sich aber doch nicht von ihren Lieblingsgästen, den Lkw-Fahrern, trennen. So ist Hilli als Stationsleiterin in Westerlinde geblieben und Ehemann Klaus fährt wieder international Lkw. Unter den Fahrern sind die beiden eine echte kleine Marke. "Ich bin hier unter Leuten und die Fahrer freuen sich, mich zu sehen", sagt die Vollblutgastronomin lächelnd. "Einfach nur zu Hause sitzen ist für mich nichts."

Mit den Fahrern per "Du"

Weil für eine große Küche in Westerlinde leider schlicht und ergreifend der Platzfehlt, gibt es Fertiggerichte aus der Mikrowelle und die klassische Bockwurst aus dem Kocher. Ein Backofen sorgt dazu für warme Brötchen und Croissants. Dafür sind die Mahlzeiten etwas günstiger als in einem Restaurant. "Aber ich achte trotzdem auf die Qualität, das ist mir schon sehr wichtig. Meine Gäste nehmen das, was wir anbieten, auch gut an. Dafür können die Fahrer hier ein bisschen mehr zusammenrücken und kommen so mit Kollegen auch besser ins Gespräch. Das hat doch etwas für sich, oder?"

Insgesamt kümmern sich zehn Mitarbeiter um den kleinen Autohof an der A 39. Jeder von ihnen hat immer ein offenes Ohr für die Gäste. Den Slogan aus alten Zeiten "Fühl dich wie zu Haus bei Hilli und Klaus" lebt Hilli heute genauso weiter. "Auch wenn ich hier jetzt nur noch angestellt bin, das selbstständige Element kann ich nicht ablegen", sagt die toughe Stationsleiterin. "Für mich ist es einfach nur schön, meine Gäste persönlich zu kennen und für sie sorgen zu dürfen. Das Tolle an diesem Autohof ist, egal ob Dorfbewohner oder Lkw-Fahrer, unsere Gäste verstehen sich untereinander und das "Du" ist bei uns Usus."

Autor

Foto

Andre Sahorn

Datum

6. April 2012
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