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Schwertransport: Schwandner - Sondernummern bei der Arbeit

Zwei besondere Mercedes-Benz Actros SLT 4165 verrichten seit Kurzem ihren Dienst bei Schwandner in der Oberpfalz. Gestatten? Nummer 1000 und Nummer 1001.

Die Titanen sind mächtige Götter aus der griechischen Mythologie, die im Goldenen Zeitalter herrschten. Lkw-Fahrern sind eher die potenten Sonderfahrzeuge geläufig, welche bei der Titan Spezialfahrzeugbau GmbH aus Sulzbach/Murr vom Firmenhof rollen.

Ob es sich nun um übergroße Schwerlastzugmaschinen, mächtige Ölfeldfahrzeuge, Sonderanfertigungen für Feuerwehren und Kommunen oder um die SLT von Mercedes- Benz handelt, mehr als eintausend Fahrzeuge durften sich bisher mit dem göttlichen Namen schmücken. Und der Zufall will es, dass der Jubilar im Spätsommer 2011 sogar in Begleitung bei der P. Schwandner Logistik + Transport GmbH aus Pfreimd in der Oberpfalz landete.

Der Geschäftsführer Peter Schwandner freut sich über die Seriennummern: 1000 und 1001. Die neuen Titan-Zugmaschinen verfügen über eine vierte Achse. Auch wurde die gesamte Schwerlastausrüstung montiert. Die Vierachser sind nicht mehr mit der altbewährten Wandlerschaltkupplung (WSK), sondern bereits mit der neuen Turbokupplung von Voith ausgestattet.

Von sieben auf 150 ziehende Einheiten

Dieses „verschleißfreie integrierte Anfahr- und Bremselement“ (VIAB) verspricht nicht nur mehr Fahrkomfort, die Verwendung der Turbokupplung gewährleistet auch, dass nun höhere Drehmomente von bis zu 3.000 Nm übertragen werden. Auch können nun endlich die geräumigeren Megaspace-Fahrerhäuser an derartigen Zugmaschinen zum Einsatz kommen.

„Das freut uns Fahrer natürlich ganz besonders“, erklären Gerhard Jäger aus Bruck in der Oberpfalz und Manuel Deistler aus Obertraubling unisono. Beide Titanen sind jeweils mit einer Registerkupplung für den Schubbetrieb ausgestattet und für ein Gesamtzuggewicht von 250 Tonnen ausgelegt.

Für die Zugmaschinen steht außerdem eine eigens im Hause Schwandner angefertigte Ballastpritsche zur Verfügung. Je nach Bedarf lässt sich dieser farblich passende Planenaufbau auf beide Fahrzeuge montieren. Für die Verriegelung sind vier Twistlocks zuständig.

Ballastiert bringt es ein Actros damit alleine bereits auf ein Einsatzgewicht von über 31 Tonnen. Die Fahrer der gewichtigen Laster gehören zu den dienstältesten und routiniertesten und arbeiteten schon im Betrieb als das Transportunternehmen Schwandner gerade einmal sieben Fahrzeuge hatte. Heute kann die Firma mit Hauptsitz in Pfreimd auf eine 20-jährige Historie und für den deutschsprachigen Raum auf stolze 150 ziehende Einheiten blicken.

Auch in Österreich befinden sich Niederlassungen

Niederlassungen existieren in Berlin und im österreichischen Braunau am Inn. Insgesamt sind in Deutschland rund 200 Mitarbeiter bei Schwandner beschäftigt. Weiterhin rollen zusammen nochmals 100 Schwerlast-Einheiten in dem in Rumänien, Bulgarien, Serbien, Moldawien, Ungarn und in der Ukraine ansässigen Tochterunternehmen „Holleman“ sowie beim zweiten Tochterunternehmen „Peter Trans Service“ im russischen Sankt Petersburg.

Neben Trailern von Meusburger, Broshuis, Nooteboom und Faymonville fährt Schwandner vor allem Goldhofer-Achslinien. Insgesamt acht Titan-Schwerlastzugmaschinen rollen mittlerweile im Fuhrpark.

Die Trucks schultern alle Arten von Baumaschinen und landwirtschaftlichen Geräten sowie Industrie- und Windkraftanlagen. Muldenkipper, Bagger, Radlader, Mähdrescher, Traktoren und Rübenernter – es gibt fast nichts, was sie nicht schon mal transportiert hätten.

Gerhard und Manuel sind mit ihren Titanen europaweit im Einsatz. Von Anfang an war klar, dass die beiden neuen Titan-Zugmaschinen etwas Besonderes sind und nicht im Serienzustand verbleiben sollten.

Sogar individuelle Stickereien für die Fahrer

So sorgt jetzt so ziemlich alles, was der Edelstahlzubehör-Katalog von HS-Schoch Truckstyling aus Lauchheim hergibt, bei den Vierachsern für Glanz und Gloria. Die imposanten Rammbügel vor den Titan-Nasen sind sogar eine Sonderanfertigung. Denn aufgrund der vorhandenen Schwerlaststoßstange konnte der Standardbügel nicht zum Einsatz kommen.

Auch innen sind die grünen Brocken ein wahrer Augenschmaus. Ganz nach den Wünschen von Gerhard und Manuel bekamen die Zugmaschinen von der Lkw Zubehör GmbH aus Berg unter der Regie von Ernst Auhuber erlesene Innenausstattungen in den Farben Grün und Creme verpasst.

Individuelle Stickereien an den Vorhängen verweisen auf den jeweiligen Fahrer. Und die mit Leder verkleideten Sockel unterhalb von Fahrer- und Beifahrergestühl tragen jeweils die eingestickten Zahlen 1000 und 1001. Diese einprägsamen Produktionsnummern sind den Titan-Fahrern immer präsent – spätestens bei jedem Öffnen der Fahrerkabinen.

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Autor

Foto

Otto Miedl

Datum

13. März 2013
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