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Foto: Speedway

Speedway stellt sich auf Wachstum ein

Speedway befördert Luftfracht auf der Straße

Für Speedway, Anbieter von Luftfracht- und Express­logistik mit Sitz am Frankfurter Flughafen, stehen Kundenzufriedenheit und Qualität im Fokus.

"Natürlich geht es uns auch darum, Marktanteile zu gewinnen", erläutert Fouad Dardour, der das Unternehmen 2010 gemeinsam mit Savas ­Cetin gegründet hat. Dafür sei eine gewisse Firmengröße notwendig und so beschäftigt Speedway inzwischen 33 fest angestellte Mitarbeiter und eine Reihe von Aushilfen, Unternehmern und freien Mitarbeitern.

Zudem habe man sich im Laufe der Jahre innerhalb Deutschlands ein zuverlässig funktionierendes Netzwerk aus Partnern und Subunternehmern aufgebaut. "Wir sind zwar immer noch ein Unternehmen mit überschaubarer Größe, haben uns aber als Spezialist für Vor- und Nachläufe für Luftfracht positioniert", sagt er. Täglich fahren 54 Fahrzeuge, davon 19 eigene, mit den unterschiedlichsten Gütern aus Frankfurt raus. Weitere wichtige Standorte für Speedway sind die Flughäfen Hahn und Amsterdam.

Luftfracht im Aufwind

Dem aktuellen Branchenreport "Global Freight Forwarding 2017" der britischen Marktforscher von Transport Intelligence (TI) zufolge, ist die Luftfracht ein Wachstumsgeschäft. Demnach soll sie bis 2020 jährlich um 3,7 Prozent zulegen. Das spürt Speedway bereits seit vier, fünf Jahren. "Wir haben oft mehr Fracht als Frachtraum", sagt der Geschäftsführer. In die Bredouille komme der Dienstleister aufgrund seines zuverlässig arbeitenden Netzwerkes dennoch nicht. "Es darf gerne so weitergehen", fügt er hinzu.

Das Unternehmen sei so aufgestellt, dass es fünf bis sechs Prozent Wachstum im Jahr stemmen könne. Darauf werde nicht nur die eigene Mannschaft vorbereitet, sondern auch die Partner früh mit einbezogen. Transportiert werde sowohl Milchpulver für Nordkorea als auch Turbinen für Boeing 747-Flugzeuge. Von Handelsgut über temperierte Fracht bis hin zu Gefahrgütern variiert das Tagesgeschäft. „Wir können auch überbreite Transporte mit Sondergenehmigung oder lebende Tiere befördern“, sagt Dardour.

System bietet Alternativen

Neue Technologien spielen bei Speedway eine große Rolle. "Wir greifen auf Know-how von alt und jung zurück", betont er. Dardour bezeichnet es als Stärke und Wettbewerbsvorteil von Speedway, hier besonders gut aufgestellt zu sein. Der Dienstleister biete systemunabhängig Echtzeitortung, elektronische Status-Übermittlung oder arbeitsplatzunabhängiges Arbeiten an.

"Wir haben einen virtuellen Spielplatz für unsere Disposition eingerichtet", sagt Dardour. Dafür hat Speedway eine eigene Software entwickelt. Das System erkennt Fehlerquellen frühzeitig und bietet Alternativen. Die Disposition klickt die Aufträge an, zieht sie auf die verschiedenen Fahrzeuge (drag and drop) und lässt das System die Routen ausrechnen. "Unsere Software erledigt damit eine erste Kontrolle. Sie achtet auf Zeitvorgaben, Frachtraum, Gewichte und Wirtschaftlichkeit", erläutert der Geschäftsführer. Ist das Programm durchgelaufen, bietet es auch Alternativen an und berücksichtigt dabei Wetter, Stau oder Ferienzeiten.

Alle Fahrer sind mit Smart­phones ausgestattet, die sie auch auf der Ladefläche bei sich haben – anders als schwere, unhandliche Handscanner. Sie sind zu jeder Zeit elektronisch an das Speedway-System und über Schnittstellen an die Kunden angebunden. Die Aufträge werden über eine Speedway-eigene App übermittelt. Darüber bestätigen sie Be- und Entladevorgänge, senden Fotos und scannen Barcodes. Sowohl Disposition als auch Auftraggeber können Ablieferquittungen oder Bilder sofort sehen. Alle Daten laufen in Echtzeit in die App und aktualisieren sich minütlich.

Partner nutzen App

Zudem lassen sich die Fahrzeuge über mobile Daten und GPS orten. Die Software greift in den Auftrag ein, sobald beispielsweise ein Stau droht. Das System errechnet die optimale Route aber bereits am Vorabend anhand von Verkehrsstatistiken – und berücksichtigt dabei immer die Zeitvorgaben der Kunden. Auch Auftraggeber können die Speedway-App nutzen und den Status ihrer Sendung oder Belege einsehen sowie Aufträge installieren – zu jeder Tages- und Nachtzeit, in anderen Zeitzonen und außerhalb der Bürozeiten von Speedway. "Wir arbeiten mit einem Programm, das mitdenkt", sagt er.

Speedway arbeitet nur mit Partnern zusammen, die es gut kennt und quartalsweise überprüft. Diese sind an das Portal des Dienstleisters angeschlossen und sehen dort die offengelegten Transportaufträge. "Das ist sozusagen unsere eigene kleine Frachtenbörse", erläutert Dardour. Abläufe und Qualitätskriterien seien klar vorgegeben. Die Partner müssen die Speedway-App benutzen.

Im Rahmen seines Qualitätsmanagements überwacht Speedway aber auch die internen Strukturen. Anhand der Ergebnisse von Kundenumfragen werde Handlungsbedarf ausgemacht und die eine oder andere Stellschraube gedreht. "Wir haben immer ein Auge auf den Markt und da wir in der Technologie schon sehr weit sind, sehen wir uns für die Zukunft gut aufgestellt", betont er. Bereits bei ihrer Firmengründung 2010 war beiden Chefs klar, dass sie viel in IT und Programmierung investieren müssen, um sich erfolgreich am Markt platzieren zu können.

Speedway verfügt als Reglementierter Beauftragter außerdem seit 2012 an seinem Frankfurter Standort über ein eigenes Röntgensystem, kann mittlerweile auf zwei weitere Anlagen an den Standorten Hahn und Amsterdam zugreifen und hat sein Personal entsprechend qualifiziert. "Damit können wir Luftfrachtsendungen in den sogenannten sicheren Status versetzen", erläutert Dardour. Gleichzeitig bekomme der Kunde alles aus einer Hand, was Fehlerquellen minimiere.

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Datum

31. August 2017
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