Martin Mederer, Fachgebietsleiter Knorr-Bremse, iTAP, Zukunftskongress 2013 Zoom

Knorr-Bremse: Trailersteuerung auf die coole Tour

Die Kommunikationselektronik iTAP von Knorr-Bremse macht es künftig möglich, dass der Fahrer Funktionen seines Trailers mit einem Smartphone steuert. Martin Mederer, Fachgebietsleiter bei Knorr-Bremse in München, erklärt auf dem 2. lastauto omnibus-Zukunftskongress was das System kann.

Ob Heizung, Licht oder Ofen: Im eigenen Heim ist es schon seit geraumer Zeit möglich, Funktionen der heimischen Infrastruktur mit einem Smartphone aus der Ferne zu bedienen. Ab Ende des ersten Quartals 2014 soll das auch mit Trailern möglich sein.

Knorr-Bremse will das mit der Anwendung iTAP realisieren. „iTAP ist ein modernes Bedien- und Anzeigesystem für Nutzfahrzeuge, das die Schwächen in der Kommunikation zwischen Zugmaschine und Trailer ausgleichen soll“, erklärt Martin Mederer von Knorr-Bremse auf dem 2. lastauto omnibus-Zukunftskongress in Ludwigsburg. Mittels einer App für Apple- und Android-Smartphones und einer WLAN-Schnittstelle kann der Fahrer Kontakt mit dem iTAP-System am Trailer aufnehmen, welches wiederum die Befehle über einen CAN-Bus an die Brems- und Chassissteuerung weiterleitet. Die App fungiert dabei als grafische Bedien- und Anzeigeoberfläche für die Anhänger.

Zum Serienstart im kommenden Jahr wird iTAP nach Angaben von Mederer bereits über vier Funktionsbereiche verfügen. Ein Bereich ist die intelligente Luftfederung (iLvl). Hier soll etwa über iTAP ein einfaches Heben und Senken des Trailers genauso möglich sein wie die Auswahl einer vorprogrammierten Rampenhöhe. Mit dem Tire Pressure Monitoring System (TPMS) kann radweise der Reifendruck und die Reifentemperatur kontrolliert werden. Liegt ein Ist-Wert außerhalb des konfigurierten und erlaubten Bereichs, ändert sich die Farbe der radindividuellen Anzeige.

Rückfahrkamera per Smartphone

Auch eine WiFi-Kamera kann über das ITAP-System gesteuert werden. Die Übertragung der Videoinformationen findet in Echtzeit statt, wodurch eine Assistenz beim Rückwärtsfahren sowie als Rampenanfahrhilfe gegeben ist. „Eine zweite Kamera kann zur Überwachung der Beladung zum Beispiel bei Kipperfahrzeugen eingesetzt werden“, ergänzt Mederer. In einem vierten Bereich können Liftachsfunktionen geregelt werden, etwa durch das zwangsweise Absenken der Liftachse.

Um sicherzustellen, dass ausschließlich der Fahrer Zugriff auf die Funktionen des Systems hat, muss er einen sogenannten Pairing Prozess durchlaufen. Dieses Pairing wird vom Fahrersitz aus durchgeführt, indem der Fahrer einen beliebig vorgegebenen Bremsenwunsch für eine vorgegebene Zeit im Stillstand umsetzt. Danach ist das Fahrzeug mit iTAP verbunden.

Portrait

Autor

Foto

Thomas Kueppers

Datum

25. September 2013
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Tests +++
+++ News +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.