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Fahrer unter 25: Pierre Genauck im Gespräch

Pierre Genauck ist mit 19 Jahren Azubi als Kraftfahrer. Er wünscht sich, nach der Ausbildung noch mehr Gegenden in Deutschland mit dem Lkw kennenzulernen.

Warum Fahrer?

Schon mein Großvater war Kraftfahrer. Mein Vater, der früher auch internationale Touren gefahren hat, arbeitet in der gleichen Firma wie ich. Die beiden haben diese Gene an mich weitergegeben, und ich bin schon als Kind oft mit dem Lastwagen mitgefahren. Als ich mit 18 Jahren und zwei Monaten den Lkw-Führerschein bekommen hab’, war ich schon ein wenig stolz.

Einsatzgebiet?

Wir sind viel in der östlichen Hälfte der gesamten Bundesrepublik unterwegs, bis weit hinunter nach Bayern, aber auch ab und zu in anderen Bundesländern.

Lieblingstour?

Bei uns gibt es eine Runde mit mehreren Be- und Entladestellen, die vom Erzgebirge über Riesa und Ziesar nach Magdeburg führt. Viel über schöne Landstraßen, auf denen es sich prima fahren lässt und wo es immer viel zu sehen gibt.

Grösstes Missgeschick?

Einmal habe ich bei einem Kunden mit engem Hof ein Extra-Rangiermanöver gemacht, um unnötigen Reifenabrieb zu vermeiden. Dabei habe ich mit dem Aufbau hinten versehentlich eine Regenrinne platt gedrückt.

Freundeskreis?

Wenn ich an den Wochenenden auch weg wäre, würde das mein Privatleben beeinträchtigen. Da ich aber jeden Abend zu Hause bin, machen sich meine Leute wenig Gedanken über meine Tätigkeit.

Das Schöne am Job?

Es gefällt mir, freier als an anderen Arbeitsplätzen zu sein, für mich selbst Verantwortung zu übernehmen und meinen festen Lastzug zu haben, den ich gemütlich einrichten und mit Michelin-Männchen schmücken darf. Viele Menschen klagen ja ständig über ihren Job, ich gehe gerne zur Arbeit.

An meinem Job stört mich?

Der Druck, den die Osteuropäer auf das Transportgewerbe ausüben, macht mir Sorgen. Aber auch die Sturheit mancher Autofahrer oder das Theater, das manche Polizisten um ein bisschen Zusatzbeleuchtung veranstalten, finde ich nicht so gut.

Zukunft?

Ich hoffe, dass mit der Lehre alles weiterhin so gut funktioniert und ich nach meinem Abschluss übernommen werde. Ins Ausland zieht es mich nicht, aber ich würde gerne noch mehr andere Gegenden in Deutschland mit dem Lkw kennenlernen.

Dieser Artikel stammt aus Heft FERNFAHRER 11/2016.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.

Autor

Foto

Felix Jacoby

Datum

4. November 2016
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