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Fahrer unter 25: Große Kollegialität unter den Fahrern

Jeden Monat stellt das Fahrermagazin FERNFAHRER junge Fahrer unter 25 vor. Finn Orseschek gefällt die große Kollegialität unter den Fahrern.

Was ist Deine Lieblingstour?

Ich habe keine große Auswahl, aber derzeit ist es die Tour von Nordzucker nach Celle, wo Kobernuss ein Außenlager betreibt. Das ist eine gute Dreiviertelstunde Fahrt über die B  4, also für mich auch einmal eine längere Strecke am Stück. Diese Touren fahre ich dann ein- bis dreimal pro Schicht. Hier gibt es auch deutlich weniger Stress beim Entladen an der Rampe.

Wo ist Dein Einsatzgebiet?

Ich fahre bei Kobernuss nur zur Aushilfe, weil ich seit dem 1. August eine Ausbildung zum Speditionskaufmann absolviere und als junger Vater nebenbei Geld verdienen muss. Derzeit fahre ich meist zu Nordzucker und lade dort mit einem Planzug die Fahrzeuge vor. Das sind etwa neun bis zehn Fahrten am Tag.

Warum bist Du Fahrer geworden?

Mein Vater und mein Onkel sind Berufskraftfahrer. Ich selbst habe mich mit 19 Jahren bei der Bundeswehr in einem Lazarettregiment verpflichtet. Dort bin ich überwiegend Bus gefahren. Mit Unterstützung vom Bund habe ich im September 2012 meine beschleunigte Grundqualifikation gemacht, um die Führerscheine auch gewerblich nutzen zu können.

Was war das größte Missgeschick, das Dir passiert ist?

Das war noch zu meiner Bundeswehrzeit. Ich war mit einem Iveco und 45 Leuten meiner Kompanie zu einer Kameradschaftsfeier im Zentrum von Berlin unterwegs und musste laut Navi in eine viel zu enge Seitenstraße. Dort stand ein BMW etwas quer, den ich leicht touchiert habe. Während ich auf die Polizei gewartet habe, sind meine Kameraden zu Fuß zur Feier gegangen.

An meinem Job nervt mich, dass ...

... man bei manchen Kunden beim Entladen richtig unter Stress steht. Das hätte ich so nicht erwartet. Aber am meisten ärgern mich die Autofahrer, die einen mit Absicht an einer Ausfahrt ausbremsen, sodass man mit seinen 40 Tonnen ohne Schwung wieder aus dem Stand anfahren muss.

Was ist das Schöne an Deinem Job?

Hier bei Kobernuss gefällt mir die große Kollegialität unter den Fahrern. Alle, auch die Disponenten, sind sehr freundlich und hilfsbreit. Man hat eine Aufgabe und bekommt auch die Zeit, die man dafür braucht, sie zu Ende zu bringen. Den typischen Stress, von dem man immer hört, gibt es hier nicht.

Hast Du Zeit für Deinen Freundeskreis?

Da ich direkt von der Schule weg zur Bundeswehr gegangen bin, ist der Kontakt zur alten Heimat etwas eingeschlafen. Ich bin jetzt nach Uelzen gezogen, um bei meiner Tochter zu sein. Deshalb muss ich mir hier erst einmal einen neuen Freundeskreis aufbauen.

Was hast Du in Zukunft vor?

Ursprünglich wollte ich eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik machen. Aber da ich bei der Bundeswehr auch unsere Fahrzeuge mitdisponiert habe, hat mich Herr Kobernuss überzeugt, bei ihm eine Lehre zum Speditionskaufmann zu absolvieren. Darauf freue ich mich natürlich sehr.

Fahrerkarte Finn Orseschek

Name: Finn Orseschek
Alter: 24
Wohnort: Uelzen
Familienstand: ledig, 1 Kind
Arbeitgeber: Spedition Kobernuss, Uelzen
Ausbildung zum Berufskraftfahrer: im September 2012
Fahrer seit:
Januar 2009
Kilometerleistung: sehr variabel

Autor

Foto

Jan Bergrath

Datum

18. Oktober 2013
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