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Fahrer unter 25: "Ich wollte mein eigener Chef sein"

Als jüngster Azubi in seinem Betrieb macht sich Dominic Fischer bereit, endlich sein eigener Chef zu werden. Mit seinen Kranzügen kommt er am besten zu recht.

Warum Fahrer?

Als ich von der Realschule abging, wollte ich unbedingt einen Beruf, bei dem ich mein eigener Chef sein kann. Mein Opa war Fahrer, mein Vater arbeitet bei Neugarth, er hat mir die Lehrstelle vermittelt. Mit damals 16 Jahren war ich der jüngste Azubi hier im Betrieb. Das war schon was.

Einsatzgebiet?

Neugarth beliefert das zertifizierte Handwerk mit allem, was in der Gebäudetechnik gebraucht wird. Von der Kloschüssel bis zur Ziegelpfanne. Wir haben 50 eigene Lkw, überwiegend 7,5-Tonner und 12-Tonner. Damit machen wir dann zwei Touren am Tag in einem Radius von 100 Kilometern.

Lieblingstour?

Jetzt fahre ich wieder auf einem unserer drei Kranzüge, einem MAN TGS 26.440 mit Palfinger-Kran und einem Anhänger von Krone. Damit liefern wir unter anderem Dachziegel direkt zu den Baustellen oder auch in das Lager unserer Kunden. Das sind etwa drei bis fünf Abladestellen pro Tour. Am liebsten fahre ich in den Westerwald, der liegt bei uns praktisch vor der Haustür.

An meinem Job Stört mich..

..dass die Autofahrer so wenig Verständnis für unseren Beruf aufbringen und so wenig Rücksicht im Straßenverkehr nehmen. Wenn wir etwa auf der A  560 von Bonn kommen und zum Betrieb wollen, gibt es immer einen Spinner, der kurz vor der Abfahrt Hennef noch überholen muss. Das ist manchmal echt brenzlig.

Freundeskreis? 

Die meisten freuen sich für mich, dass ich überhaupt schon Lkw fahren darf. Am Anfang haben sie es kaum geglaubt. Ich habe immerhin mit 18 Jahren und zwei Monaten den Führerschein gemacht. Das war schon eine kleine Sensation, auch bei uns in der Familie. Und mit dem Eintrag "95" im Führerschein darf ich jetzt nach der Ausbildung meinen Traumjob ausüben.

Grösstes Missgeschick?

Das war vor einem Jahr. Ich war in der Kranabteilung und sollte auf dem Hof Ziegel laden. Ich wollte die Klammer des Krans verstellen und bin mit dem Ärmel irgendwie an die Steuerung gekommen. Plötzlich war ich zwischen Klammer und Ladebordwand eingeklemmt. Ich hatte eine stark blutende Wunde am Kopf. Seither trage ich immer kurze Ärmel.

Das schöne am Job?

Viel rumkommen, schöne Straßen, die Fahrerfahrung, die man dabei sammelt. Am liebsten rangiere ich deshalb rückwärts mit dem Hänger in enge Baustellen.

Zukunft?

Ich möchte jetzt gerne fest auf dem Kranzug bleiben. Ich bin nicht so der Theoretiker, deswegen ist es genau der richtige Beruf für mich. Bei Neugarth sind die Arbeitszeiten einfach klasse.

Autor

Foto

Jan Bergrath

Datum

12. Oktober 2015
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