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Achsen-Pannen-Set: Erste Hilfe für den Trailer

Die TKV Stuttgart bietet für 450 Euro ein Achsen-Pannen-Set an, das Fahrern hilft, ihren havarierten Anhänger ohne Pannendienst bis zum nächsten Parkplatz oder zur nächsten Nothaltebucht zu bringen.

Ein Reifen-, Lager- oder Bremszylinderschaden auf freier Strecke und der Pannendienst braucht noch Stunden? Da scheint guter Rat teuer – muss er aber nicht sein: 450 Euro plus Mehrwertsteuer kostet das Achsen-Pannen-Set (APS) für Sattelauflieger und Tandemanhänger, das die Transportkühlmaschinen Vertriebsgesellschaft Stuttgart (TKV) aus Filderstadt zur Marktreife gebracht hat.

Die von den TKV-Mitarbeitern Wolfang Blum und Thomas Metzger entwickelte Erste Hilfe für den Trailer ist einfach, schnell und vor allem vom Fahrer alleine zu bewerkstelligen. Zum Set gehören zwei stabile Metallhalterungen (eine davon mit Bolzen und Splint, die andere mit Gurt und Ratsche), eine Verschraubung mit Knebel, Kabelbinder und – sowieso Standardausrüstung – eine Warnweste, Arbeitshandschuhe und eine Handlampe. All das findet Platz in einem kleinen Koffer und der wiederum in einem der Staufächer der Zugmaschine. Aufgabe des Pannensets ist es, die betroffene Achse anzuheben, damit der Fahrer den nächstgelegenen Parkplatz oder eine Notbucht ansteuern kann. Eine sinnvolle Idee, gerade bei einem Schaden auf der Autobahn.

Achsen-Pannen-Set: So geht's!

Zur Funktion: Zuerst werden die beiden Halterungen links und rechts des Längsträgers über dem betroffenen Rad angelegt und miteinander verschraubt. Danach wird der Spanngurt von der einen Halterung um die Achsschwinge oder Achse herumgeführt und an der anderen Halterung befestigt. Nun muss der Fahrer den Auflieger absenken, bis alle Luftbälge komplett entleert sind, und kann anschließend den Spanngurt festziehen. Danach gilt es nur noch die Luftleitung zur betreffenden Achse abzuklemmen. Und siehe da – sobald der Auflieger per Höhensteller in die Ausgangsposition zurückgeht, ist die Achse angehoben. Der Fahrer kann seinen Zug in Sicherheit bringen.

Das APS ist nicht die einzige Erfindung der TKV-Mannen. Auch ein Türfeststeller (Video) und ein Anfahrschutz (Video) für Kühlauflieger gehören zum Sortiment. Grundlage sind die Alltagserfahrungen der TKV-Muttergesellschaft, der Spedition Albert Metzger in Filderstadt. "Wir haben nach praktischen Lösungen gesucht und geschaut, was die Hersteller anbieten", berichtet Geschäftsführer Markus Metzger. Mit der Qualität der Aufliegerteile im After-Sales-Market sei man nicht zufrieden gewesen und habe daher mit den eigenen Entwicklungen begonnen. Auch wenn der Markteinstieg nicht einfach ist, gibt sich Metzger kämpferisch: "Wir wollen zeigen, dass es alternative Lösungen gibt, die die Probleme nicht nur aufschieben."

Johannes Roller, Redakteur FERNFAHRER

Autor

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Johannes Roller

Datum

11. Oktober 2013
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