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Foto: Alev Atas

Fahrer Nachwuchs

Christian Letsch im Gespräch

FERNFAHRER hat sich mit dem 23-jährigen Christian Letsch unterhalten. Der Auszubildende hat viel Spaß am Fahren, empfindet es aber als schwierig, nebenher soziale Kontakte zu pflegen.

Warum Fahrer?

Ich bin schon von klein auf begeistert von großen Fahrzeugen. Ein Bekannter ist Berufskraftfahrer und ich durfte immer mal wieder mit ihm mitfahren. Das Fahren mit einem 40-Tonner hat mir gefallen. Jeder Tag ist anders in diesem Job und bringt neue Herausforderungen mit sich. Klar, man muss die auch meistern können, aber wenn man seine Arbeit mag, dann klappt das. Eigentlich bin ich gelernter Kfz-Mechatroniker, Fachrichtung Nutzfahrzeuge, wollte aber unbedingt Berufskraftfahrer werden und habe meinen Traum nun verwirklicht. Ich bin unterwegs und genieße die Freiheit.

Einsatzgebiet?

Von innerdeutschen Touren bis ganz Europa ist bei uns alles dabei. Vereinzelt fahre ich auch in entferntere Länder wie die Türkei. Bald starte ich sogar eine Tour nach Georgien und freue mich schon riesig darauf, neue Menschen und Kulturen zu entdecken. Lieblingstour? Eine Lieblingstour im Speziellen habe ich nicht. Ich fahre überall hin und es macht auch stets Spaß. Portugal und Spanien finde ich immer sehr spannend. Diese Touren bereiten mir Freude, weil die Landschaften bemerkenswert sind und weil ich weite Strecken am Stück fahre.

Grösstes Missgeschick?

Das ist noch gar nicht so lange her. Es war an einem frühen Morgen in Belgien. Ich hatte vergessen, mein Mautgerät einzuschalten, und bin ein paar Kilometer ohne gefahren. Das ist in Belgien ein absolutes No-Go, aber bis ich es gemerkt habe, war es dann doch schon zu spät. Natürlich habe ich es dann sofort gemeldet und die fehlende Strecke wurde mir auch gleich nachgetragen.

Freundeskreis?

Ich habe gemerkt, dass es sehr schwierig ist, die Freundschaften zu pflegen, da man als Fernfahrer unter der Woche oder an den Wochenenden selten zu Hause ist. Meist hat man in diesem Beruf zu wenig Zeit für soziale Kontakte. Das ist zwar sehr schade, aber man kann trotzdem alles meistern. Das schöne am Job? Als Fahrer hat man die große Freiheit, sein eigener Herr zu sein. Man kommt auch an Orte, wo andere Urlaub machen, und kann die unterschiedlichsten Landschaften während der Fahrt genießen. Es gibt so viele verschiedene Menschen und Gewohnheiten, diese kennenzulernen ist sehr von Vorteil.

An meinem Job stört mich

Dass so viele Leute unsere Arbeit nicht richtig anerkennen. Unser Ansehen leidet sehr in unserer Gesellschaft und das ist sehr traurig. Ich denke, es wird auch nicht besser in den kommenden Jahren. Ganz im Gegenteil, man bekommt es jeden Tag auf den Autobahnen zu spüren, dass man eigentlich als Störfaktor wahrgenommen wird. Besonders die Autofahrer scheinen von uns Lkw genervt zu sein.

Zukunft?

Über meine Zukunft mache ich mir noch keine allzu großen Gedanken und Pläne. Solange ich Spaß am Fahren habe, werde ich das auch weiterhin tun.

Der Ausbildungsbetrieb

Gustav Ziegler GmbH
Adresse: Schützenhausweg 5, 88525 Dürmentingen
Telefon: 0 73 71/9 52 51 37
Internet: www.ziegler-transporte.de
Fuhrpark/Fahrpersonal: insgesamt 85 Lkw, Hängerzüge, Tieflader, Tiefbetten, Spezial-Jumbo-Planenfahrzeuge
Einsatzbereich: nationaler und internationaler Fernverkehr, auch über die Grenzen Europas hinaus
Fahrerausbildung: seit 2013
Ausbildungsmöglichkeiten: ja
Zuständige Berufsschule: je nach Wohnort des Auszubildenden in Balingen, Reutlingen oder Ehingen an der Donau
Voraussetzung für Bewerbung: Schulabschluss, Mindestalter 17 Jahre, technisches Interesse und Verständnis, Abenteuerlust
Praktikum für Interessenten: ja, auf Anfrage
Ansprechpartner: Thomas Ziegler

Dieser Artikel stammt aus Heft FERNFAHRER 06/2017.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.

Autor

Datum

28. April 2017
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