Neue Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für das Jahr 2024 zeigen, dass der gesamte Straßenverkehr rund 22,2 Prozent des deutschen Energieverbrauchs ausmacht und für 21,4 Prozent oder insgesamt 155 Millionen Tonnen der CO2-Emissionen verantwortlich ist. Trotz anhaltend hoher Transportleistungen liegt der Gesamtverbrauch im Straßenverkehr mit 2.134 Petajoule weiterhin rund 11 Prozent unter dem Rekordwert des Vor-Corona-Jahres 2019.
Wirtschaft verbraucht weniger Energie auf der Straße als Privatleute
Überraschenderweise zeigt der Blick auf die Sektoren, dass der Wirtschaftsverkehr nicht der Hauptverbraucher auf den Straßen ist. Im Jahr 2024 entfielen demnach 42 Prozent des Energieverbrauchs im Straßenverkehr (896 Petajoule) auf die Wirtschaft, während private Haushalte für 58 Prozent verantwortlich waren.
Für die Unternehmen selbst macht der Straßenverkehr zudem nur einen relativ kleinen Teil ihres energetischen Fußabdrucks aus: Lediglich 14,7 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der Wirtschaft entfallen auf den Verkehrssektor; der Großteil fließt hingegen in Produktion, Maschinen und Gebäudetechnik.
Diesel dominiert den Wirtschaftsverkehr weiterhin deutlich
Die Flotten von Logistikern und Unternehmen setzten laut Destatis im Berichtsjahr 2024 nach wie vor fast ausschließlich auf traditionelle Verbrennungsmotoren. Konventionelle Kraftstoffe machten 2024 branchenübergreifend 98 Prozent des Energieverbrauchs im Straßenverkehr aus. Diesel hält mit 60,8 Prozent oder 1.297 Petajoule den mit Abstand größten Anteil am Gesamtverbrauch aus Privatverkehr und Wirtschaftsverkehr.
Alternative Antriebe gewinnen zwar Anteile, bewegen sich im Gesamtvolumen aber noch auf niedrigem Niveau: Der Anteil von Strom lag 2024 bei gerade einmal 1 Prozent (22 Petajoule), obwohl sich der Stromverbrauch im Straßenverkehr durch die zunehmende Elektrifizierung von Flotten seit 2021 fast vervierfacht hat (+278,1 Prozent). Gaskraftstoffe kamen ebenfalls auf einen Anteil von 1 Prozent. Alle Biokraftstoffe zusammen, also Biodiesel, Bioethanol und Biogas, deckten 5,5 Prozent des Energieverbrauchs im Straßenverkehr im Jahr 2024 ab.
Luftschadstoffe sinken trotz zäher CO2-Minderung
Während sich die CO2-Emissionen im Straßenverkehr seit 2010 mit einem Rückgang von nur 6 Prozent als sehr zäh erweisen, verzeichnet laut Destatis der Sektor bei den klassischen Luftschadstoffen massive Minderungserfolge. Im Zeitraum von 2010 bis 2024 sanken die Emissionen von Kohlenmonoxid um 38,2 Prozent, die von Feinstaub (PM10) um 34,8 Prozent und die für die Logistikbranche besonders relevanten Stickoxide (NOx) sogar um deutliche 61,2 Prozent.





