Wechsel an zwei wichtigen Knotenpunkten im österreichischen Stückgutverkehr: Aigner übernimmt die Nothegger-Standorte in Wels und Wien. Beide bleiben Teil von Online Systemlogistik (OSL). Für die Stückgutkooperation ist das entscheidend, denn die Standorte sichern wichtige Wirtschaftsregionen ab.
Übergang erfolgt in zwei Schritten
Bei Online Systemlogistik (OSL) steht ein Partnerwechsel in Österreich an. Die Aigner Spedition übernimmt zwei bisher von Nothegger Systemlogistik betriebene Standorte und tritt damit als neuer Partner in das Stückgutnetz ein. Der Übergang erfolgt in zwei Schritten: Zum 1. November 2026 übernimmt Aigner den Standort Wels in Oberösterreich. Am 1. Januar 2027 folgt Wien. Beide Niederlassungen sollen auch nach dem Eigentümerwechsel Teil des OSL-Netzwerks bleiben. Dafür haben Aigner und die Stückgutkooperation einen entsprechenden Vertrag geschlossen. Nach Angaben von OSL sollen die operativen Prozesse ohne Unterbrechung fortgesetzt werden. Für Verlader und Netzwerkpartner bedeutet das zunächst Kontinuität bei den bestehenden Stückgutverkehren.
Wels bleibt wichtiger Knotenpunkt für Linz
Besondere Bedeutung hat die Übernahme des Standorts Wels. Von dort aus organisiert das OSL-Netz die Transporte für Linz und die umliegende Wirtschaftsregion. Nach Angaben der Stückgutkooperation zählt der Wirtschaftsraum zu den drei wirtschaftlich stärksten Regionen Österreichs. Wels ist bereits seit 2019 Teil des OSL-Netzwerks. Mit dem Wechsel zu Aigner soll diese Anbindung erhalten bleiben. Für Stückgutnetze ist eine verlässliche regionale Abdeckung entscheidend. Denn die Leistungsfähigkeit hängt nicht nur von den zentralen Umschlagpunkten ab, sondern ebenso von den Partnern, die Sendungen in den jeweiligen Zustellgebieten übernehmen. Ein Ausfall oder Wechsel eines regionalen Partners kann deshalb Auswirkungen auf die gesamte Transportkette haben. Im Fall Wels setzt OSL ausdrücklich auf die Fortführung der bestehenden Strukturen.
Wien: Zwei-Partner-Strategie bleibt bestehen
Auch in Wien soll der Partnerwechsel ohne Einschnitt in die Netzstruktur erfolgen. Der Standort gehört bereits seit 2013 zu Online Systemlogistik. Künftig wird er von Aigner betrieben. Daneben bleibt die Wildenhofer Spedition und Transport als weiterer OSL-Partner in der österreichischen Hauptstadt aktiv. Damit kann die Stückgutkooperation ihre Zwei-Partner-Strategie für sendungsstarke Metropolregionen in Wien fortsetzen. Das Konzept soll die regionale Abdeckung auf mehrere Partner verteilen. Welche konkreten Sendungsmengen künftig auf Aigner und Wildenhofer entfallen, teilt OSL allerdings nicht mit.
Aigner erweitert sein Stückgutgeschäft
Für Aigner ist die Übernahme zugleich ein Schritt zum Ausbau des eigenen Transport- und Logistikgeschäfts. Das österreichische Familienunternehmen hatte nach eigenen Angaben bereits seit einiger Zeit Interesse an einer Zusammenarbeit mit Online Systemlogistik. „Wir möchten die bestehenden Strukturen verlässlich fortführen, die gewohnte Leistungsqualität sichern und gleichzeitig gemeinsam neue Entwicklungsmöglichkeiten nutzen“, erklärt Marius Aigner, CEO der Aigner-Gruppe. Die Übernahme der beiden Nothegger-Standorte bietet Aigner nun die Möglichkeit, unmittelbar in ein bestehendes Stückgutnetz einzusteigen.
OSL hält zwei Standorte im Netzwerk
Für Online Systemlogistik ist vor allem entscheidend, dass der bisherige Partner Nothegger die beiden Niederlassungen zwar abgibt, die Standorte aber nicht aus der Kooperation ausscheiden. „Dass unser Partner Nothegger die Standorte Wien und Wels an Aigner verkaufen konnte und diese dennoch im OSL-Netz bleiben, ist für alle Seiten eine optimale Lösung“, sagt Verena Käuper aus der OSL-Geschäftsleitung. Damit vermeidet die Stückgutkooperation einen Bruch in ihrer österreichischen Netzabdeckung.
Aigner setzt täglich 330 Lkw ein
Aigner Powerful Logistics ist ein österreichisches Familienunternehmen mit Wurzeln im Jahr 1938. Der Hauptsitz befindet sich in Haag am Hausruck in Oberösterreich. Zum Leistungsspektrum gehören Sammelguttransporte, Lager- und Kontraktlogistik sowie zusätzliche logistische Dienstleistungen. Nach Unternehmensangaben hat die Gruppe an ihren Standorten in Österreich und Deutschland sowie einem Service Office in Ungarn rund 370 Beschäftigte. Die Lager- und Logistikfläche liegt bei 25.000 Quadratmetern. Täglich sind nach Angaben von Aigner 330 Lkw im Einsatz, darunter 19 Elektro-Lkw. Mit den Standorten Wels und Wien erweitert das Unternehmen nun seine Präsenz im österreichischen Stückgutmarkt und sichert zugleich die weitere Anbindung beider Regionen an das Netzwerk von Online Systemlogistik.
In Kürze: die Key Facts
- Neuer OSL-Partner: Die österreichische Aigner Spedition übernimmt zwei Standorte von Nothegger Systemlogistik
- Standort Wels: Übernahme zum 1. November 2026
- Standort Wien: Übernahme zum 1. Januar 2027
- Netzwerkzugehörigkeit: Beide Standorte bleiben Partner von Online Systemlogistik (OSL).
- Betriebsabläufe: Laut OSL werden die operativen Prozesse ohne Unterbrechung fortgesetzt
- Wels: Seit 2019 OSL-Systempartner und zuständig für Stückguttransporte im Wirtschaftsraum Linz
- Wien: Seit 2013 Teil des OSL-Netzwerks
- Zwei-Partner-Strategie: In Wien bleiben Aigner und die Wildenhofer Spedition und Transport als OSL-Partner aktiv.
- Aigner-Gruppe: Österreichisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Haag am Hausruck, gegründet 1938
- Leistungen: Sammelguttransporte, Lagerlogistik, Value Added Services und Kontraktlogistik sowie Brennstoffhandel
- Beschäftigte: Rund 370 Beschäftigte an Standorten in Österreich und Deutschland sowie einem Service Office in Ungarn
- Logistikfläche: 25.000 Quadratmeter Lager- und Logistikfläche
- Fuhrpark im Einsatz: Täglich 330 Lkw, darunter 19 Elektro-Lkw








