OSL: 42 neue Tore und Ladepark für E-Lkw

Online Systemlogistik baut in Schlitz
OSL erweitert Hub und plant E-Lkw-Ladepark

Das Stückgutnetz von OSL wächst, der Zentral-Hub in Schlitz stößt an seine Grenzen. Jetzt entstehen knapp 4.000 Quadratmeter zusätzliche Umschlagfläche und 42 Tore. Ein E-Lkw-Ladepark soll folgen.

Zentral-Hub von Online Systemlogistik
Foto: Online Systemlogistik

Das Stückgutnetz von Online Systemlogistik (OSL) wächst – und der zentrale Umschlagstandort im hessischen Schlitz stößt an seine Grenzen. Jetzt erweitert OSL den Hub um knapp 4.000 Quadratmeter und 42 Tore. Zusätzlich ist ein Ladepark für Elektro-Lkw mit rund 18 Ladepunkten und einem großen Batteriespeicher geplant.

Umschlagstandort war an seine Kapazitätsgrenze gestoßen

Mit dem symbolischen Spatenstich am 21. Oktober 2026 ist der Startschuss für den nächsten Ausbau des Standorts gefallen. Geplant ist der knapp 4.000 Quadratmeter großer Anbau am Zentral-Hub I (ZUB I). Dadurch wächst die gesamte Umschlagfläche der beiden benachbarten Hub-Bereiche auf rund 21.000 Quadratmeter. Gleichzeitig erhöht sich die Zahl der Tore von bislang 220 auf künftig 262. Hintergrund ist das Wachstum des Stückgutverbunds. Durch die Aufnahme zusätzlicher Systempartner hat das Netzwerk in den vergangenen Jahren an Umfang gewonnen. Der zentrale Umschlagstandort in Schlitz ist dadurch nach Angaben von OSL an seine Kapazitätsgrenze gestoßen. Doch der Ausbau soll nicht bei der Stückgutabwicklung enden: In einer weiteren Etappe ist ein Ladepark für Elektro-Lkw vorgesehen.

42 zusätzliche Tore für den Stückgutumschlag

Der Standort Schlitz ist seit rund 30 Jahren ein zentraler Bestandteil des OSL-Netzwerks. Der erste Hub wurde bereits zweimal erweitert. Seit 2005 ergänzt ein zweiter Umschlagbereich, ZUB II, die ursprüngliche Anlage. Nun hat OSL das Grundstück zwischen den beiden Hub-Flächen erworben und damit Platz für die nächste Erweiterung geschaffen. Mit dem Anbau asn ZUB I kommen 42 zusätzliche Tore hinzu. Die Erweiterung soll die Umschlagkapazitäten erhöhen und die Abwicklung der Stückgutverkehre im gewachsenen Partnernetz stabilisieren. Die Bauarbeiten laufen nach Angaben des Unternehmens planmäßig. Eine neue Zufahrt zum ZUB I sowie die dazugehörige Baustraße sind bereits fertiggestellt. Im November sollen der Technikraum fertiggestellt und die L-förmigen Winkelstützelemente für die neue Halle größtenteils aufgestellt sein.

Ladepark für 18 Elektro-Lkw geplant

Parallel zum Ausbau des Umschlagterminals bereitet OSL die Elektrifizierung des Standorts vor. Geplant ist ein Ladepark mit etwa 18 Ladepunkten für batterieelektrische Lkw. Zur Energieversorgung soll ein Batteriespeicher beitragen, den OSL mit einer Leistung von 20 Megawatt angibt. Zusätzlich ist eine Photovoltaikanlage auf den eigenen Dachflächen vorgesehen. Die Kombination soll den Betrieb der Ladeinfrastruktur unterstützen und einen Teil des benötigten Stroms direkt am Standort erzeugen. Die Inbetriebnahme des E-Ladeparks ist nach derzeitiger Planung für das erste Quartal 2028 vorgesehen.

OSL-Netzwerk umfasst 103 Systempartner

Die Erweiterung in Schlitz ist Teil der Weiterentwicklung des europäischen Stückgutnetzwerks von Online Systemlogistik. Nach Unternehmensangaben gehören dem Verbund derzeit 103 inhabergeführte nationale und internationale Logistikunternehmen als Systempartner an. Das Netzwerk verfügt über 103 Standorte und vier Hubs. Internationale Stückgutverkehre organisiert OSL unter anderem über Partner in zahlreichen europäischen Ländern. Hinzu kommt die Zusammenarbeit im Netzwerkverbund Allnet mit Astre Palet System in Frankreich und One Express in Italien. Für OSL hat der Ausbau in Schlitz deshalb eine strategische Bedeutung: Der Zentral-Hub soll zusätzliche Umschlagkapazitäten für das gewachsene Netzwerk bereitstellen.

In Kürze: die Key Facts

  • Unternehmen: Online Systemlogistik (OSL)
  • Standort: Zentral-Hub in Schlitz, Hessen
  • Baustart: Symbolischer Spatenstich am 21. Oktober 2026
  • Erweiterung: Knapp 4.000 Quadratmeter zusätzliche Umschlagfläche am ZUB I
  • Gesamte Umschlagfläche nach Ausbau: Rund 21.000 Quadratmeter
  • Zusätzliche Tore: 42
  • Gesamtzahl der Tore nach Ausbau: 262 statt bisher 220
  • Ausbaugrund: Der Zentral-Hub hat durch das Wachstum des Stückgutnetzwerks seine Kapazitätsgrenze erreicht.
  • Geplanter E-Lkw-Ladepark: Etwa 18 Ladepunkte
  • Energiespeicher: Batteriespeicher mit laut OSL 20 Megawatt Leistung
  • Weitere Energieversorgung: Photovoltaikanlage auf eigenen Dachflächen geplant
  • Geplante Inbetriebnahme des Ladeparks: Erstes Quartal 2028
  • OSL-Netzwerk: 103 Systempartner, 103 Standorte und vier Hubs