„Initiative Grüner Brenner“ gegründet

„Initiative Grüner Brenner“ gegründet
Elektro-Lkw am Brennerkorridor

MAN Truck & Bus und Dettendorfer Energy wollen den Brennerkorridor zur Modellregion für emissionsfreie Logistik machen. Gemeinsam mit Partnern haben sie die „Initiative Grüner Brenner“ gegründet.

Der Lkw-Hersteller MAN Truck & Bus und Dettendorfer Energy – ein Joint Venture des regionalen Energieversorgers Energie Südbayern und der Spedition Dettendorfer – haben gemeinsam mit Partner aus Wirtschaft, Energie und Infrastruktur die „Initiative Grüner Brenner“ gegründet.
Foto: MAN Truck & Bus

Der Lkw-Hersteller MAN Truck & Bus und Dettendorfer Energy – ein Joint Venture des regionalen Energieversorgers Energie Südbayern und der Spedition Dettendorfer – haben gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Energie und Infrastruktur die „Initiative Grüner Brenner“ gegründet.

Keine Konkurrenz zur Schiene

Bis der Brennerbasistunnel fertiggestellt ist, verkehren Elektro-Lkw als Transportalternative, anschließend können sie Verkehre ersetzen, die sich nicht vermeiden oder verlagern lassen. Der Brennerkorridor soll damit zur Modellregion für emissionsfreie Logistik werden. MAN und Dettendorfer betonen, dass die Initiative keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung zur Schiene darstellt.

Für die Skalierung sei vor allem der Ausbau von Ladeinfrastruktur und Netzkapazitäten entlang des europäischen Transitkorridors notwendig.

Elektro-Lkw sparen CO₂ und reduzieren Lärm

Die Vorteile von Elektro-Lkw: Jeder eTruck spare gegenüber einem Diesel-Lkw im Schnitt rund 95 Tonnen CO₂ pro Jahr ein – bei einer jährlichen Fahrleistung von 110.000 Kilometern. Die Lärmbelastung für die Anwohner sinke, denn bei beschleunigter Anfahrt verursachen Elektro-Lkw 12,6 dB weniger Lärm als Verbrenner.

Rekuperation bringt Vorteile im alpinen Gelände

Die Spediteure würden von niedrigeren Energiekosten im Vergleich zu den aktuellen Dieselpreisen profitieren. Ein zusätzlicher Effizienzvorteil ergebe sich aus der Rekuperation im alpinen Gelände. Auf der Brennerstrecke können E-Lkw durch Energierückgewinnung beim Bergabfahren bis zu 40 Prozent der eingesetzten Energie wieder zurückgewinnen.

„Für Logistikunternehmen zählt am Ende die Praxistauglichkeit. Genau hier setzt die Initiative an: Wir zeigen, dass emissionsfreie Transporte im alpinen Raum nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich attraktiv sind – und zwar schon heute, nicht erst in zehn Jahren“, sagt Georg Dettendorfer, Geschäftsführer der Dettendorfer Spedition Ferntrans.