Logistikkonzern steigert Profit 2025

Logistikkonzern legt Bilanz 2025 vor
BLG steigert operatives Ergebnis

BLG Logistics hat 2025 trotz geopolitischer Spannungen, schwacher Konjunktur und Handelskonflikten ein solides Ergebnis erzielt. Während der Umsatz zurückging, übertraf das operative Ergebnis die Erwartungen. Welche Bereiche trugen.

BLG Logistics
Foto: BLG Logistics

BLG Logistics hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem Rückgang um 4,5 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag mit 87,2 Millionen Euro über den Planwerten. Das Ergebnis vor Steuern erreichte 77,4 Millionen Euro. Vorstandschef Matthias Magnor verwies auf ein von Unsicherheiten geprägtes Umfeld. Die Zollpolitik der USA, geopolitische Konflikte und die schwache Konjunktur hätten das Geschäft beeinflusst. Gleichzeitig habe BLG Logistics Anpassungen umgesetzt und Chancen genutzt.

Geschäftsbereiche entwickeln sich unterschiedlich

Die drei Geschäftsbereiche AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER zeigten eine uneinheitliche Entwicklung. Während AUTOMOBILE das Ergebnis steigerte, blieb CONTRACT hinter den Erwartungen zurück. CONTAINER lieferte einen wesentlichen Beitrag. Finanzvorstand Christine Hein betonte, dass der Fokus auf Profitabilität, Liquidität und Eigenkapital Wirkung gezeigt habe.

AUTOMOBILE steigert Ergebnis trotz Rückgang

Im Bereich AUTOMOBILE sank der Umsatz leicht auf 678 Millionen Euro. Gleichzeitig verbesserte sich das Ergebnis. Gründe waren eine hohe Wertschöpfungstiefe, effizientere Prozesse sowie Einmaleffekte. Die Fahrzeugvolumina lagen unter Plan. Belastend wirkten die schwache Konjunktur, der Strukturwandel in der Automobilindustrie und handelspolitische Einflüsse. Insgesamt bewegte BLG Logistics 4,2 Millionen Fahrzeuge im Netzwerk. Am AutoTerminal Bremerhaven sank die Zahl auf 1,25 Millionen Einheiten. COO Axel Krichel verwies auf steigende Anforderungen durch neue Mobilitätskonzepte und die Bedeutung integrierter Logistiklösungen.

CONTRACT unter Druck erste Stabilisierung

Der Geschäftsbereich CONTRACT verzeichnete einen Umsatzrückgang auf 488 Millionen Euro. Besonders die Autoteilelogistik und Teile der Industrielogistik entwickelten sich schwach. Zusätzlich belasteten US-Zölle den Umschlag im Neustädter Hafen. BLG Logistics reagierte mit Kostenmanagement, Restrukturierungen und einer stärkeren Ausrichtung auf margenstarke Geschäfte. Erste Effekte zeigen sich bereits. Für 2026 erwartet das Unternehmen eine Stabilisierung.

CONTAINER liefert starken Ergebnisbeitrag

Der Bereich CONTAINER entwickelte sich 2025 deutlich positiv. Die Beteiligung an EUROGATE erzielte ein Ergebnis nach Steuern von 56,6 Millionen Euro. Treiber waren strategische Reedereipartnerschaften sowie höhere Erlöse aus Lagergeld und Kühlcontainer-Verkehren. Die deutschen Containerterminals steigerten ihren Umschlag um rund 21 Prozent auf 8,8 Millionen Standardcontainer. Der Container Terminal Wilhelmshaven erreichte erstmals seit mehr als zehn Jahren ein positives Ergebnis. Vorstandsmitglied Michael Blach verwies auf die Bedeutung stabiler Handelsrouten für die Branche.

Nachhaltigkeit und Personal bleiben zentrale Themen

BLG Logistics beschäftigte 2025 durchschnittlich 8.838 Mitarbeitende in den vollkonsolidierten Gesellschaften. Einschließlich des CONTAINER-Bereichs waren es 10.452 Beschäftigte. Die Tarifbindung lag bei 98,1 Prozent. Im Rahmen der „Mission Klima“ reduzierte das Unternehmen seine Treibhausgasemissionen gegenüber 2018 um 45,3 Prozent. Damit wurde das Zwischenziel deutlich übertroffen. Seit 2025 deckt BLG Logistics seinen Strombedarf vollständig aus erneuerbaren Energien. Für 2026 rechnet der Vorstand mit einem stabilen Umsatz auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis vor Steuern dürfte unter dem Wert von 2025 liegen, bleibt aber im zweistelligen Millionenbereich.