Shell Rotella SuperRigs 2026: Heile Hauber-Welt in Tennessee

Shell Rotella SuperRigs 2026
Heile Hauber-Welt in Tennessee

Wenn Shell Rotella in den USA zum Wettbewerb der schönsten Trucks ruft, läuft die Sache sprichwörtlich wie geschmiert. Ein Fest der klassischen Hauber mit ellenlangen Radständen und meterhohen Auspuffrohren. Leider geil!

Shell Rotella SuperRigs 2026
Foto: Shell Rotella SuperRigs

Die USA lassen sich dieser Tage weiß Gott für vieles kritisieren. Dass harte Arbeit hier noch wertgeschätzt wird, die Menschen um die Bedeutung der Transportbranche wissen und klassische Trucks anerkennend als Arbeitstiere und nicht als Dieselstinker angesehen werden – das alles gehört nicht dazu. Und so darf man sich auch darüber freuen, dass die Schmierstoffmarke Shell Rotella Ende Juni bereits im 44sten Jahr den Shell Rotella SuperRigs Wettbewerb ausgerichtet hat, um damit nach eigenen Angaben die hartarbeitenden Fahrer und die spektakulären Sattelzüge zu feiern, die Nordamerika am Laufen halten.

Julie Wright: Es geht darum, die Menschen am Steuer zu würdigen

"Bei Shell Rotella SuperRigs ging es schon immer um mehr als nur um beeindruckende, hart arbeitende Trucks. Es geht darum, die Menschen am Steuer zu würdigen und den Stolz, den sie in jeden gefahrenen Kilometer legen", sagt Markenmanagerin Julie Wright. Und tatsächlich: Im Wettbewerb wird allem voran die handwerkliche Qualität der Arbeiten und das Engagement gewürdigt, das hinter den aktiv im Einsatz befindlichen Trucks der selbstfahrenden Unternehmer aus den USA und Kanada steckt.

Die passende Kulisse: der Bristol Motor Speedway

Der Austragungsort des landesweit bekannten Hauber-Wettbewerbs diesmal: der Bristol Motor Speedway in Tennessee nahe der Grenze zu Virginia. Bluegrass und Country – daran denkt man da sofort. Aber zum 2026er Hauber-Festival waren es doch die bassig-brummenden Dieselmotoren und die rhythmisch-bollernden Jake-Brakes, die die Menge zum Tanzen brachten.

Klarer Fall: Pete und Kenny sind in der Überzahl

Peterbilt und Kenworth sind zum Shell Rotella SuperRigs Wettbewerb Jahr für Jahr die bestimmenden Hersteller, klarer Fall. Die kantigen klassischen Baureihen stehen hier frisch gewaschen, tiefenpoliert und bis in die letzte Schraube aufgetakelt in Reih und Glied. Immerhin aber: Es gibt auch mal einen Freightliner älteren Semesters zu sehen, einen Mack mit kurzer Schnauze oder – Fauxpas! – einen modernen Aero-Hauber. Mehr noch: Sogar ein Scania 770 R verirrte sich diesmal auf die Show, ganz konkret die Zugmaschine des amerikanischen Truck-Influencers und Scania-Fans Bruce Wilson.

US-Trucker: keine Eigenbrötler, aber traditionsbewusst

Jetzt ist es nur so: Nicht originär amerikanische Marken haben es beim typisch-amerikanischen Schönheitswettbewerb natürlich doppelt schwer. Eigenbrötler sind die mehrheitlich konservativen Besitzer der Hauber zwar nicht, der Umgang ist gar ausgesprochen freundschaftlich. Es wird sich ausgetauscht, fachgesimpelt und das Leben auf der Straße gefeiert. Aber: Das Nomadenleben hat in den USA Tradition, Trucker zu sein ist Kult. Und als selbständiger Fahrer, sogenannter Owner Operator, mit dem eigenen Lkw von Küste zu Küste zu fahren ist auch heute noch mit einer gewissen Romantik verbunden, gerade am Steuer eines klassischen Haubers. Alles andere als ein Pete oder Kenny mit Cummins-Maschine und Fuller-Getriebe will da nicht recht passen.

Das Treppchen: Peterbilt vor Peterbilt vor Peterbilt

Entsprechend standen bei der Preisverleihung die klassischen US-Hauber im Mittelpunkt. Die Juroren zeichneten ihre Besitzer mit Preisen im Gesamtwert von über 25.000 Dollar aus. Außerdem dürfen sich zwölf Trucker nun darüber freuen, dass ihre Trucks im Shell Rotella SuperRigs Kalender 2027 zu sehen sein werden. Den prestigeträchtigen Titel „Best of Show“ hat in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge Kenny Ziglar II mit seinem knallroten Peterbilt 379 aus 2007 eingefahren. Auch auf den Plätzen folgten Peterbilt-Piloten: David Calabrese mit seinem 2022er Modell in Hellgrau wurde Zweiter, auf dem dritten Platz landete Jeffrey Dills mit einer wieder aus 2007 stammenden Zugmaschine. Einmal mehr also zeigt sich damit: Es gibt sie noch, die heile Welt der klassischen Hauber – und sie hat in diesem Jahr für die Shell Rotella SuperRigs im schönen Tennessee ein Zuhause gefunden. Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch!