Der Patriotismus, er ist schon immer ein besonderer Teil der Geschichte der Staaten. Selbstbewusst, mitunter laut und unerschütterlich feiern die US-Bürger ihr Land – auch in aufwühlenden Zeiten, der gesellschaftlichen Spaltung zum Trotz. Eine Tradition, die Marken mit Bezug zum Mythos des "land of the free and home of the brave" ebenfalls bestärken. Erst recht natürlich zum Independence Day in diesem Jahr, 250 Jahre nach der Ratifizierung der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten am 4. Juli 1776.
Adler auf Harley-Bikes, ein Stern auf dem Wrangler-Heck
Harley-Davidson stellt zu diesem Jubiläum die mit Adler-Grafiken versehene Liberty Edition der Heritage Classic, der Street Glide und der Street Glide 3 Limited auf die Räder. Jeep buhlt mit dem Wrangler America250 samt rot-weiß-blauer Akzente und einer Ersatzradabdeckung in der Optik des Schilds von Captain America mit mittigem Stern um patriotische Kunden. Bei Ford stehen der aktualisierte, über 800 PS starke Mustang GTD "Spirit of America" mit Rennsport-Technik und der vom befreundeten Extrem-Tuner Hennessey zum Monster-Truck umgebaute F-250 VelociRaptor 1200 mit 6,7-Liter-V8-Diesel im Zentrum der Jubiläumsfeier.
Pick-up-Trucks von Chevy und Ram im patriotischen Look
Weil die uramerikanische Fahrzeuggattung der Pick-up-Trucks aber über alle Hersteller den Patriotismus quasi im Sprit trägt, reihen sich hier auch Ram und Chevrolet ein. Bei Chevy ist es die Stars & Steel Collection, die Bock macht auf Colorado, Silverado mit 6,2-Liter-Benzin- oder 6,6-Liter-Diesel-V8 und die Corvette. Pro Fahrzeug gehen hier 250 Dollar an Veteranen-Organisationen. Ram setzt die America250 Special Editions dagegen, die in Rot, Weiß und Blau mit allerlei Zierrat vom Band rollen. Unter ihrer Haube: ein Dreiliter-Biturbo-Reihensechser, ein 3,6-Liter-V6 oder der 5,7-Liter-Hemi-V8.
Auch Kenworth feiert 250 Jahre USA
Damit aber endgültig weg von den "kleinen Lkw" für den privaten Gebrauch und hin zum echten Güterverkehr: An den schweren US-Trucks geht das Jubiläum der Staaten nämlich auch nicht spurlos vorbei, vor allen Dingen nicht an den Paccar-Marken Peterbilt und Kenworth. Kenworth feiert die USA-Party mit der TourAmerica-Lackierung. Das patriotische Kleid ist für den klassischen W900L, den kantigen W990, den Aero-Hauber T680 und den Bau-Profi T880 zu haben. Die untere Hälfte der Trucks ist weiß, auf mittlerer Höhe ziehen sich blaue und rote Streifen über die Seiten, die Motorhauben und Dächer erstrahlen wieder in Rot. Dieses Design zollt laut Kenworth dem TourAmerica-T600 der 1990er-Jahre Tribut, sei aber neu interpretiert und modern verfeinert.
Peterbilt 589 Freedom 250 mit schicken Details
Auffällig in jedem Fall: die Ähnlichkeit zum Freedom 250 Special Edition Model 589 der Schwestermarke Peterbilt. Der Jubiläums-589er ist auf 250 Einheiten limitiert und wieder mit einem patriotischen Design versehen. Die Highlights: geradlinige rote und blaue Streifen über die Seitenlinien der weißen Trucks, ein "Stars & Stripes"-Emblem an den Schlafkabinen sowie ins Chrom geätzte "Freedom 250"-Schriftzüge an der Frontstoßstange und den Auspuffschutzblechen. Im Interieur dürfen sich die Fahrer zudem auf Ledersitze mit eingesticktem Freedom-250-Logo in den Kopfstützen und eine Freedom-250-Gedenkplakette auf dem Armaturenbrett freuen.
Union Pacific ehrt nicht nur die USA, auch Trump
In Sachen Güterverkehr ist Amerika aber nicht nur für Hauber bekannt, sondern auch für meilenlange Züge. Und auch der Bahngigant Union Pacific begeht den 250. Jahrestag der USA mit gleich zwei neuen Dieselloks: eine als Hommage an die Geschichte des Landes, eine zu Ehren von Präsident Trump. Die Diesellok im Trump-Design ist mit weißer Grundfarbe versehen, trägt riesige US-Flaggen (eine davon mit 13 Sternen, in Erinnerung an die 13 US-Gründungsstaaten) und den Namen des US-Präsidenten in Gold. Außerdem versieht Union Pacific die Maschine mit der Nummer 4547, angelehnt an die 45. und 47. Präsidentschaft von Trump. Die parallel entworfene 250-Jahres-Diesellok ist wiederum im üblichen Union-Pacific-Gelb lackiert, mit einem "America 250"-Schriftzug versehen und trägt die Nummer 1776 (das USA-Gründungsjahr).
200 Liter Hubraum, zwölf Zylinder – so lässt es sich feiern
Besonders beeindruckend: Konkret dürfte es sich bei diesen dieselelektrischen Loks um Wabtec ET44AC handeln. In ihrem Maschinenraum formatfüllend vertreten: ein V12-Turbodiesel mit fast 200 Litern Hubraum und sagenhaften 4.425 PS. Die USA bleiben scheinbar also auf absehbare Zeit vor allen Dingen eines: das Land der großvolumigen Verbrenner. Happy Birthday!









