eActros in neuer Variante: Mercedes bringt den E-Lowliner

e-Actros in neuer Variante
Mercedes bringt den E-Lowliner

Mercedes-Benz Trucks erweitert das eActros-Portfolio um eine besonders nachgefragte Variante: die Lowliner-Sattelzugmaschine für Auflieger mit XXL-Innenhöhe. Die Details.

Mercedes bringt den E-Lowliner
Foto: Daimler Truck

Eine Lowliner-Sattelzugmaschine mit niedriger Aufsattelhöhe für besonders voluminöse Mega-Auflieger – das ist gerade in der Automotive-Branche eine gefragte Konfiguration. Bisher aber ließ sich das bei Mercedes-Benz Trucks nur mit einem konventionellen Dieselantrieb verbinden, anders als bei MAN. Jetzt ziehen die Schwaben nach: Auch der eActros wird ab dem dritten Quartal als Lowliner bestellbar sein, sein Produktionsstart ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen.

Technische Details noch unter Verschluss

Wie konkret Mercedes-Benz Trucks die niedrige Aufsattelhöhe im Falle des eActros realisiert, wird der Hersteller laut eigener Angaben zur IAA Transportation im September präsentieren. Konkrete technische Details bleiben bis dahin noch unter Verschluss – also beispielsweise die Antwort nach der Frage, wie der eActros Lowliner seine Batteriebestückung in Einklang bringt mit einer praxistauglichen Bodenfreiheit.

Gesamtkonzept aus dem Standard-eActros 600

Immerhin: Mercedes-Benz Trucks verrät bereits, dass die neue eActros-Variante auf das "technologische Gesamtkonzept" der eActros 600 Standard-Sattelzugmaschine mit 800-Volt-Bordspannung, 400 kW starker E-Achse, vier Metern Radstand und quer zur Fahrtrichtung angebrachten LFP-Akkus setzt. Dazu soll sich der eActros Lowliner wahlweise mit zwei oder drei Batteriepaketen bestücken lassen – also mit einer nutzbaren Kapazität von 400 oder 600 kWh, was zu Reichweiten von grob 400 bis 500 Kilometer führen sollte bei einer Zuladung von bis zu 24 respektive 21 Tonnen.

Ladeleistung bis 400 kW, optional mit MCS-Ladebuchse

In Sachen Ladeleistung – ein wichtiger Punkt im Automotive-Geschäft mit Schichtbetrieb – liefert der eActros Lowliner wie sein Standard-Pendant bis zu 400 kW, womit die Akkus in 46 beziehungsweise 70 Minuten (zwei/drei LFP-Pakete) von 10 auf 80 Prozent geladen werden können sollen. Später soll zudem auch das leistungsstarke Megawatt-Charing verfügbar sein, wofür laut Hersteller optional eine zusätzliche MCS-Ladebuchse auf der linken Fahrzeugseite bestellbar ist.