What3Words für Paketdienste

Navi-Dienst steigert Effizienz in der Zustellung

Foto: DPD

Die Landkarte hat schon lange ausgedient. Nun zeigen Daimler und DPD, dass auch das klassische Navi unter Umständen zum alten Eisen gehört.

Mit dem neuen Sprinter hat Daimlers Infotainmentsystem MBUX Einzug in die Transporterwelt gehalten. Ein Teil des Systems ist der Dienst What3Words. Statt wie bisher nach Straße und Hausnummer zu navigieren, teilt What3Words die ganze Welt in Planquadrate von drei mal drei Meter auf. Diese sind über eine Kombination aus drei Wörtern eindeutig zuordenbar.

Der Ansatz von DPD: Mögliche Parkplätze oder die Übergabestellen lassen sich im klassischen Navi nicht abbilden. Große Firmen beispielsweise erstrecken sich oft über enorme Areale mit ein und derselben Hausnummer. Also könnte diese präzisere Adressangabe per Planquadrat eigentlich Zeitersparnisse mit sich bringen.

50 Pakete, zwei Sprinter, Testgebiet Nagold

Um das zu prüfen, hat der Paketdienst eigenen Angaben zu Folge zwei Sprinter samt Paketfahrer gegeneinander antreten lassen. An Bord haben die Fahrzeuge demnach 50 Pakete. Die Zusteller sind in Nagold unterwegs und kennen sich dort nicht aus. Beide Fahrer benutzten laut DPD den gleichen Zustellauftrag auf der Grundlage einer realen, historischen Route von DPD. Die Route umfasste Innenstadt- und Industriegebiete, und die Abgabepunkte auf der Route waren eine Kombination aus 55 % B2B-Kunden und 45 % B2C-Kunden. Die Routen wurden demnach unter Alltagsbedingungen im Liefergebiet Nagold gefahren und zur üblichen Zeit gestartet. Beide Fahrer hielten sich jederzeit an die Verkehrsregeln.

Der Test mit what3words habe einen Effizienzgewinn von rund 15 Prozent ergeben. Der Fahrer mit what3words konnte seine Route mehr als 30 Minuten vor seinem Kollegen beenden, der ein Navigationssystem mit herkömmlichen Adressen benutzte.

Neues System hilft, Fußwege zu reduzieren

„Der Test zeigte, dass 80 % des Effizienzgewinns aus der Bereitstellung der what3words-Adresse für den optimalen Parkplatz resultierte. Dadurch wurde die Fahrzeit und die Zeit für die Parkplatzsuche reduziert. Die verbleibenden 20 % der Effizienzsteigerung kamen dadurch zustande, dass eine what3words-Adresse für den genauen Übergabepunkt vorlag, wodurch die Gehzeit der Fahrer reduziert wurde“, so DPD.

„Der Test hat gezeigt, dass das System eine große Verbesserung darstellt, insbesondere für neue Fahrer und solche, die in einem ihnen unbekannten Liefergebiet arbeiten müssen. Außerdem nimmt es dem Fahrer viel Stress ab und erleichtert seine Arbeit erheblich. In Zeiten, in denen die Zahl der Pakete kontinuierlich zunimmt, ergibt sich ein klarer Wettbewerbsvorteil“, sagt Steffen Raiber, Manager Industry Management CEP & Logistik bei Mercedes-Benz Vans.

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