Toyota und Kenworth

Update für Brennstoffzellen-Lkw

Foto: Toyota

Toyota und Kenworth haben ihren in der Erprobung befindlichen Brennstoffzellen-Lkw noch einmal modernisiert: Nach dem "Alpha"- und "Beta"-Truck soll der erste neue Fuel Cell Electric Truck (FCET) Ende 2019 an den Start gehen.

Im Zuge des sogenannten "Project Portal" testet Toyota in Kooperation mit dem amerikanischen Lkw-Hersteller Kenworth bereits seit 2017 einen US-Hauber mit Brennstoffzellenantrieb. Nachdem die ersten beiden Testfahrzeuge ("Alpha" und "Beta") laut Unternehmensangaben nun schon mehr als 22.500 Kilometer lokal emissionsfrei und nahezu lautlos zurückgelegt haben, soll nun Ende 2019 der weiterentwickelte Fuel Cell Electric Truck (FCET) an den Start gehen.

Wie seine Vorgänger wird auch der FCET auf Basis des Kenworth T680 Class 8 Truck im Rahmen des Güterumschlags in und um die kalifornischen Häfen von Long Beach und Los Angeles unterwegs sein. Das neue Modell soll mit einer Tankfüllung nun mehr als 300 Meilen (482 Kilometer) weit kommen. Auch Ladekapazität, Packaging und Performance wurden nochmals verbessert – konkrete Daten hierzu liefert Toyota allerdings nicht. Dafür nennt der Autobauer in einer Mitteilung noch einmal den Ursprung der Brennstoffzellen des Lkw, diese stammen aus der Pkw-Limousine Mirai.

Infrastruktur wird weiter ausgebaut

Allein in den Häfen von Long Beach und Los Angeles sind laut Toyota mehr als 16.000 Lkw im Einsatz, bis 2030 wird sich diese Zahl verdoppeln. Der Fuel Cell Electric Truck ist hier Teil des "Zero and Near-Zero Emissions Freight Facilities"-Projekts (ZANZEFF), mit dem der US-Bundesstaat Kalifornien die Treibhausgas-Emissionen reduzieren, die Wirtschaft stärken und die öffentliche Gesundheit verbessern will. Das California Air Resources Board (CARB) stellt hierfür 41 Millionen US-Dollar (rund 36,4 Millionen Euro) zur Verfügung.

Toyota will neben dem optimierten Brennstoffzellen-Lkw, der unter anderem für die Toyota Logistics Services und den Paketzusteller UPS fährt, auch eine weiter ausgebaute Wasserstoff-Infrastruktur lancieren. So entstehen am US-Logistikzentrum des Autobauers drei weitere Wasserstoff-Tankstellen, Shell plant dazu zwei neue Stationen in Wilmington und Ontario (Kalifornien).

Brennstoffzellen-Kraftwerk und emissionsfreier Werkverkehr in Planung

Den Bau des laut Toyota weltweit ersten Brennstoffzellen-Kraftwerks zur Stromerzeugung im Megawatt-Bereich haben die Japaner bereits 2018 angekündigt. Die im Hafen von Long Beach entstehende "Tri-Gen"-Anlage soll neben Elektrizität auch Wasser und Wasserstoff aus Bio-Abfällen produzieren. Zusätzlich forscht Toyota mit kleinen Lasttraktoren und Gabelstaplern mit alternativer Antriebstechnik an einem lokal emissionsfreien Werkverkehr.

All diese Unternehmungen sind Teil der Environmental Challenge 2050 des Autobauers. Toyota will seine CO2-Emissionen deutlich reduzieren – und zwar im gesamten Geschäftsbetrieb. Umweltfreundlichere Werke und Fahrzeuge mit alternativem Antrieb spielen hierbei eine wichtige Rolle. "Ein schadstofffreier Transport- und Güterumschlag darf jedoch nicht fehlen, wenn man den gesamten Fahrzeuglebenszyklus berücksichtigt", heißt es.

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