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Sicherheit auf Flughäfen

Neues Ortungs- und Kollisionswarnsystem

Foto: Fraport

Der Frankfurter Flughafen und Rosenbauer haben ein datenbasiertes Sicherheitssystem für Einsatzfahrzeuge auf Flughäfen entwickelt. "Mobile Services Einsatzmittelortung" (MSEO) basiert auf dem Rosenbauer Ortungs- und Navigationssystem Emerec Devs und verschafft Fahrern von Flughafenfahrzeugen im Vor- und Rollfeld einen Überblick über die Bodenlage.

10.04.2018 Michael Schwarz

Auf dem Vor- und dem Rollfeld werden Flugzeuge geparkt, betankt, enteist, rangiert und startklar gemacht, somit herrscht dort reger Verkehr. Mit dem neuen System sehen die Einsatzkräfte nun auch bei schlechten Sichtverhältnissen und Dunkelheit, wo sich andere Verkehrsteilnehmer befinden und mit welcher Geschwindigkeit sie sich in welche Richtung bewegen.

Ortung in Echtzeit

Jedes mit einem Transponder ausgestattete Objekt wird in Echtzeit geortet, die Position auf Lagekarten dargestellt und der weitere Fahrweg vorausberechnet. Das System erkennt mögliche Kollisionsgefahren und warnt rechtzeitig die Fahrzeugbesatzung. Die Darstellung der Bodenlage rund um das eigene Fahrzeug erfolgt auf einer Moving Map auf einem Tablet-PC. Flug- und Landfahrzeuge werden dabei mit ihrer Kennung inklusive Details wie Typ und Parkposition am Gate angezeigt.

Vernetzter Flughafen

MSEO ist eine Erweiterung von Emerec Devs (Driver’s Enhanced Vision System), dem Rosenbauer Ortungs- und Navigationssystem für sicherheitskritische Infrastrukturen wie Flughäfen oder Industrieparks. Es nutzt die GPS-Technologie zur Ortung von Fahrzeugen und greift auf die Daten der Luftverkehrskontrolle zu, um die Position von Flugzeugen und anderen Fahrzeugen im Rollfeld anzuzeigen. Somit stehen Daten, die bislang Fluglotsen nutzen, nun auch den im Vor- und Rollfeld agierenden Einsatzorganisationen zur Verfügung.

EU-Projekt SESAR

Mit der Einführung von MSEO leistet der Frankfurter Flughafen einen Beitrag zur Umsetzung der EU-Durchführungsverordnung 716-2014 (Pilot Common Project), in der datenbasierte, integrierte Airport Safety Nets als Voraussetzung für ein modernes Luftverkehrsmanagement (ATM) gefordert werden. MSEO ist eines von sieben laufenden Projekten am Frankfurter Flughafen, die unter diese Verordnung fallen und von der EU mit bis zu 50 Prozent gefördert werden. Das der Verordnung zugrunde liegende Programm SESAR (Single European Sky ATM Research) ist der Technologiepfeiler des einheitlichen europäischen Luftraums (Single European Sky) und verfolgt das Ziel, die Kapazitäten im europäischen Luftverkehr zu verdreifachen, die Sicherheit um den Faktor zehn zu erhöhen und insgesamt umweltfreundlicher und kostengünstiger zu werden.

In einer ersten Phase sollen die Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr und des Winterdienstes mit MSEO ausgerüstet werden. Bis spätestens 2020 folgen dann alle Einsatzfahrzeuge, die auf dem Vor- und dem Rollfeld des Frankfurter Flughafens unterwegs sind.

Foto: Fraport (v.l.n.r.: Karl-Christian Hahn, Bereich Gefahrenabwehr, Roy Posern, Bereich Airside Systeme)

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