Libya Rallye 2014

Wüster Lkw-Wettstreit

Libya Rallye Foto: Jan Van Gelder 19 Bilder

Irgendwie rollt die Libya Rallye an der deutschsprachigen Off-Road-Szene vorbei. Kaum verständlich bei der attraktiven Streckenführung, die das Herz eines jeden Offroaders höher schlagen lässt.

Dabei ist die Libya Rallye die Nachfolgerin der Libya Desert Challenge – und die war auch hierzulande durchaus bekannt, hatte aber ein etwas zweifelhaftes Ende. Dadurch war der gute Ruf futsch. Neuer Veranstalter wurde der Belgier Gert Duson, der – vielleicht wegen des Rufs – den Namen der Rallye änderte. Waren 2008 (noch als Challenge) 60 Starter in den verschiedenen Klassen unterwegs, überschritt die Starterzahl schon ein Jahr später die 200, um dann bedingt durch die politischen Wirren in Libyen und Tunesien einen kleinen Rückschritt zu machen.

Der erneute Schlüssel zum Erfolg lag im Wechsel des Gebiets nach Marokko im Jahr 2013. Jetzt trugen sich verstärkt auch Starter aus der Dakar-Szene in die Starterlisten ein. 2014 wurden dann erstmals Lkw zugelassen. Gleich neun Trucks bildeten die erste Sandkasten-Spielgruppe bei den XXL-Sportgeräten. "Das war toll," sagt Veranstalter Duson nach der Rallye. "Für nächstes Jahr wollen wir das Truck-Starterfeld verdoppeln!" Dann sollen nicht mehr nur Starter aus Belgien und mit NL-Kennzeichen durch die Traum-Dünen von Nordafrika pflügen.

Bekanntes Teilnehmerfeld

Das Neunerfeld konnte sich durchaus sehen lassen: Iveco, MAN, DAF, Ginaf, ein Unimog und ein alter Bekannter aus der Baja und Breslau-Szene, der sauschnelle Ex-Team Kotterer MAN/Mercedes-Zwitter, zogen ihre Spuren durch die Landschaft. Sieger Bouwens/Lauwers/Bergmans sind vom Africa Race mit ihrem Iveco wüstenerfahren. Platz zwei holte sich MAN-Pilot Leenknegt (B) vor den Breslau-Cracks Karel Vereecke, Winneboud de Lille und Truck-Eigner Rik van Hoorebeke (B) bliesen mit der jetzt dunkelblauen früheren "Grünen Mamba" beim allerersten Einsatz auf Platz drei und legten nach sieben Tagesetappen dreieinhalb Stunden zwischen sich und den nächstplatzierten MAN.

Diese Libya jedenfalls macht Lust auf mehr. Mehr Sand, mehr off Road, mehr Trucks!

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Jan Bergrath, Experte für Fahrerthemen Jan Bergrath Journalist
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