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Künftig acht Service Divisions

Dekra stellt sich neu auf

Foto: DEKRA

Die Prüforganisation Dekra stellt sich auf weiteres Wachstum ein und passt dafür ihre Strukturen an. Künftig gibt es acht Service Divisions.

Die Prüforganisation Dekra hat in den vergangenen 15 Jahren in rund 30 weiteren Ländern Fuß gefasst, etwa 100 Zukäufe getätigt und ihre Mitarbeiterzahl um 35.000 erhöht. Nun passt sie ihre Strukturen entsprechend an, um den neuen Marktanforderungen gerecht zu werden und um die Weichen für weiteres Wachstum zu stellen.

Weiterentwicklung der Dienstleistungen in acht Service Divisions

Dekra wird dazu seine bisherigen drei Business Units Automotive, Industrial und Personnel auflösen und die Geschäfte stattdessen in den folgenden acht Service Divisions bündeln: Vehicle Inspections, Claims & Expertise (Gutachten und Schadenregulierung), Product Testing, Industrial Inspections, Consulting, Audits, Training (Qualifizierung) und Temp Work (Personaldienstleistungen). „In den Service Divisions geschieht künftig die inhaltliche Weiterentwicklung unserer Dienstleistungen“, erläuterte Dekra-Vorstandschef Stefan Kölbl am Dienstagabend vor Journalisten in Stuttgart.

Zugleich ordnet Dekra die Verantwortlichkeiten für die inzwischen rund 60 Länder auf fünf Kontinenten, in denen das Unternehmen tätig ist, acht Regionen zu. Das sind Deutschland, Nordwest-Europa, Südwest-Europa, Mittel-/ Osteuropa und Mittlerer Osten, Südost-Asien, Südafrika und Ozeanien, Nordamerika und Südamerika. Dieser Zuschnitt mache eine konzentrierte Marktbearbeitung möglich und garantiere, dass Dekra global lieferfähig sei, führte Kölbl aus. Die neue Aufstellung – die bis Ende 2022 abgeschlossen sein soll – erfolge aus einer Position der Stärke heraus, sagte Kölbl und ermögliche es Dekra, weiter am Megatrend Sicherheit zu partizipieren. Er prognostiziert auch für 2019 eine positive Geschäftsentwicklung auf dem Niveau von 2018.

2018 ist für Dekra das 15. Wachstumsjahr in Folge

2018 markiert für Dekra das 15. Wachstumsjahr in Folge. Der Umsatz werde voraussichtlich um 5,5 Prozent auf mehr als 3,3 Milliarden Euro steigen, die Zahl der Mitarbeiter um etwa 2.000 auf mehr als 46.000. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten ist inzwischen im Ausland tätig. Auch das Ergebnis sei gestiegen, sagte Kölbl, noch ohne Details zu nennen.

Höhepunkte für die größte Sparte Automotive waren der Einstieg in das Prüfwesen in Dänemark und der Ausbau der Aktivitäten in den USA durch die Übernahme des Anbieters Jiffy Smog in Nevada. Außerdem bereitet sich das Unternehmen auf den Start des Prüfwesens in China vor, der voraussichtlich im ersten Quartal 2019 in Shenzhen erfolgen werde, wie Dekra-Chef Kölbl ankündigte. Die Automobilsparte wird ihren Umsatz im laufenden Jahr voraussichtlich um fünf Prozent auf mehr als 1,6 Milliarden Euro erhöhen.

Forderung nach Zugang zu umwelt- und sicherheitsrelevanten Daten

Das Prüfgeschäft mit Fahrzeugen ändert sich jedoch tiefgreifend, auch durch die voranschreitende Vernetzung und die Zahl der verbauten Elektrokomponenten. Vor dem Hintergrund bekräftigte Kölbl seine Forderung, als Prüfdienstleister Zugang zu den umwelt- und sicherheitsrelevanten Daten zu bekommen - und das nicht nur einmalig, sondern über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg.

Zugleich kündigte der Dekra-Vorstandschef an, die eigene Expertise bei den Themen Vernetzung und Konnektivität weiter auszubauen. Nach der Übernahme des Lausitz-Rings und dem Aufbau eines europäischen und asiatischen Testverbunds für vernetztes und automatisierten Fahren seien hier weitere Investitionen und Aktivitäten geplant. Ein Beispiel dafür sind die geplanten Testfeld-Aktivitäten auf Basis des 5G-Mobilfunkstandards am Lausitzring in Zusammenarbeit mit der Telekom. Dadurch ließen sich unterschiedlichste Szenarien der vernetzten Kommunikation von Fahrzeugen untereinander und mit ihrer Umgebung prüfen, hieß es.

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