Faschingshochburgen sorgen vor

Lkw-Verbote und Straßensperren

Polizeikontrolle Foto: Jacek Bilski

Die fünfte Jahreszeit erreicht in den kommenden Tagen ihren Höhepunkt. Die großen Faschingshochburgen Mainz, Köln und Düsseldorf, aber auch andere Städte haben die Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft.

Wie der WDR berichtet, wurde bereits seit mehreren Wochen in den rheinischen und westfälischen Karnevalszentren über Konsequenzen aus dem Weihnachtsmarkt-Attentat in Berlin debattiert. Sowohl Köln, Mainz und Düsseldorf haben für Teile der Innenstädte ein Fahrverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen verhängt. Darüber hinaus sollen an markanten Stellen Sperren errichtet werden. Die Stadt Köln plant laut Angaben des WDR Panzerwagen der Polizei - auch Bullis genannt - an den neuralgischen Stellen zu positionieren. Sigrid Krebs, Sprecherin des Festkomitees Kölner Karneval äußerte sich gegenüber den Westdeutschen Rundfunks nur vage: "Ob und wie Zuwege abgesperrt werden, dazu vermitteln wir keine Details." Auch die Stadt Aachen plane, Fahrzeuge der Abfallwirtschaftsbetriebe sowie Container als Lkw-Sperren zu errichten.

Mainz: Drohnenflugverbot mit horrenden Strafen

Im Südwesten sind neben dem Mainzer Rosenmontagsumzug in Koblenz, Trier und Ludwigshafen-Mannheim große Festzüge am Wochenende geplant. Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) hat am vergangenen Dienstag im Rathaus das Sicherheitskonzept für das Fastnachtswochenende vorgestellt. Neben den Straßensperren verbiete die rheinland-pfälzische Hauptstadt den Start von Drohnen. Bei Zuwiderhandlung müssen Personen laut Ebling mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro rechnen. Darüber hinaus appellierte der Mainzer Polizeidirektor Achim Zahn laut Focus Online, dass "die Narren bei der Wahl ihrer Verkleidung an die Sicherheitslage denken sollen. Wer sich etwa als Islamist verkleidete und eine Sprengstoffgürtel-Attrappe trage, der bekomme Ärger."

Schwerlastfahrzeuge als mobile Sperren

Bei dem Faschingsumzug der Partnerstädte Ludwigshafen-Mannheim am Sonntag gehen die Polizeibehörden einen ähnlichen Weg, wie die Stadt Aachen. Laut Karl Himmelhan, Stabschef in der Polizeidirektion Mannheim, "werden technische Sperren anhand von großen Schwerlastfahrzeugen errichtet". Darüber hinaus will die Polizei die Beamten mit Maschinengewehren bewaffnen. Laut SWR begründet der baden-württembergische Landespolizeipräsident die Vorsichtsmaßnahmen so: "Wir haben eine durchaus abstrakt hohe Gefährdung für alle Veranstaltungen, bei denen große Menschenmengen zusammenkommen, jedoch keine konkreten Erkenntnisse für einzelne Veranstaltungen."

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