European Truck Racing Championship 2019

Pech für Buggyra am Hungaroring

ETRC 2019 Hungaroring Foto: Richard Kienberger 62 Bilder

Beim zweiten Lauf der Truck Race Saison 2019 läuft es für Adam Lacko alles andere als Rund. Am Ende fällt er in der Gesamtwertung deutlich zurück.

„Wir sind mit knappem Vorsprung hierhergekommen und fahren mit rund 30 Punkten Rückstand nach Hause. Das ist schon bitter.“ Ein enttäuschter Mitarbeiter brachte das zweite Rennwochenende des Jahres aus Sicht des tschechischen Buggyra-Teams am Sonntagabend auf den Punkt. Die beiden Renntage in der Nähe der ungarischen Hauptstadt Budapest waren definitiv kein Glücksmoment für den Ex-Europameister Adam Lacko. Sein im Winter neu aufgebauter Truck laborierte an diversen Malaisen, meistens im Bereich der Elektronik. Mal funktionierte die automatische Regelung der Höchstgeschwindigkeit nicht, mal musste Lacko das Rennen schon nach einer Runde aufgeben, weil der Hauber nicht rund lief.

FIA ETRC 2019 Gesamtwertung

Pos Fahrer Punkte Gesamt
1 Jochen Hahn 94
2 Antonio Albacete 71
3 Norbert Kiss 63
4 Steffi Halm 61
5 Rene Reinert 57
6 Adam Lacko 53
7 Sascha Lenz 42
8 André Kursim 36
9 José Rodrigues 22
10 Anthony Janiec 13
11 Luis Recuenco 11
12 Oly Janes 9
13 Jamie Anderson 8
14 Terry Gibbon 3
15 Thomas Robineau 1
16 Fabio Citignola 0
17 José Eduardo Rodrigues 0
18 Dominique Orsini 0

Unglück für Lenz im dritten Rennen

Bedeutend besser lief es für einen der deutschen Akteure, wenngleich Sascha Lenz vor allem nach dem dritten Rennen ein wenig traurig gewesen sein dürfte. Denn da stand fest, dass er seinen sensationellen Rekord vom vergangenen Jahr – da kam der MAN-Fahrer in sämtlichen Wertungsläufen der EM-Saison in die Punkteränge – nicht wird wiederholen können. Im ersten Sonntagsrennen lag Lenz bis zur vorletzten der elf zu fahrenden Runden auf dem dritten Platz, als ein Defekt am Lenkungssystem die Hoffnung auf einen weiteren Podiumsplatz zunichte machte. Es war der erste Ausfall von Lenz seit langem, was wiederum dem Lokalmatador Norbert Kiss zu seinem einzigen greifbaren Erfolg an diesem Wochenende verhalf: Er übernahm nach dem Zwangsstopp des Konkurrenten den Bronzeplatz. Immerhin konnte sich Sascha Lenz mit seinem Erfolg vom Vortag trösten. Da wurde er nach einer hervorragenden Leistung im zweiten Lauf als Sieger abgewunken, vor Rene Reinert, Steffi Halm und André Kursim. Ja, es war eindeutig das Wochenende der deutschen Fahrer(in), die alle vier Laufsiege für sich verbuchen konnten.

Hahn liefert zwei Start-Ziel-Siege ab

Rekordeuropameister Jochen Hahn war der bestimmende Akteur auf dem Hungaroring. Schon am Samstag unterstrich er in der Superpole mit fast einer Sekunde Vorsprung seine Dominanz. Auch im anschließenden Rennen war Hahn nicht zu besiegen. Den Erfolg wiederholte er am Sonntag in Rennen 3, das wegen eines kurz zuvor niedergegangen Regenschauers unter Gelb gestartet wurde. Nach einer halben Runde wurde der Lauf frei gegeben, zumindest an der Spitze passierte dann nicht mehr viel, sodass – abgesehen vom ausgefallenen Sascha Lenz – der Zieleinlauf der Reihenfolge aus der Superpole entsprach: Hahn vor Halm, Kiss und Albacete. Dahinter hatten lediglich Kursim und Reinert die Plätze getauscht.

FIA ETRC 2019 Grammer Truck Cup Gesamt

Pos Fahrer Punkte Gesamt
1 Oly Janes 100
2 Luis Recuenco 81
3 Jamie Anderson 69
4 Fabio Citignola 64
5 Terry Gibbon 37
6 Dominique Orsini 35
7 José Eduardo Rodrigues 32
8 Thomas Robineau 31
9 Eduardo Rodrigues 26

Albacete bricht den Hungaroring-Fluch

André Kursim drehte dann im abschließenden Lauf noch einmal ordentlich auf. Tags zuvor zweimal Vierter, hatte der Fahrer des gelben Iveco erkennbar viel Selbstvertrauen getankt. Den Briten Jamie Anderson, der von der Pole Position gestartet war, überholte Kursim noch in der ersten Runde. René Reinert kam zwar ebenfalls schnell am weißen MAN von Anderson vorbei, konnte Kursim aber nicht mehr gefährlich werden. Dritter wurde (wie schon am Vortag im Championshiprace 1) nach einem munteren Rennen Antonio Albacete, der, wenn man so will, den Gegenpol zu Adam Lacko bildete: „Bis jetzt ist es am Hungaroring immer schlecht gelaufen für uns, diesmal konnten wir mit dem Ergebnis zum ersten Mal zufrieden sein,“ zog Albacetes Manager Ivan Cruz am Sonntagabend zufrieden Bilanz.

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