European Truck Racing Championship 2018

Fulminanter Auftakt in Misano

ETRC 2018 Misano Foto: Richard Kienberger 55 Bilder

Die erste Schlacht der Truck Racing Europameisterschaft 2018 ist geschlagen. Nach dem Lauf im italienischen Misano liegt ein alter Meister vorn.

Die Saison 2018 der FIA European Truck Racing Championship ist eröffnet. In Misano Adriatico traf sich ein beeindruckendes Starterfeld zum ersten Stelldichein des Jahres. 21 Trucks in der Startaufstellung ergaben ein imposantes Bild – und die Fahrer (plus eine Fahrerin) taten alles, um die Veranstaltung zu einer gelungenen Werbung für den Trucksport zu machen. Mit packenden Zweikämpfen und viel Abwechslung auf dem Siegerpodest. Als Matchwinner durfte sich am Sonntagabend nach vier Rennen Jochen Hahn fühlen, der seinen beiden Top-Rundenzeiten in der Superpole jeweils Start-Ziel-Erfolge in den Rennen eins und drei folgen ließ. In den beiden Läufen mit gedrehtem Start setzten sich nach jeweils zwölf Runden am Samstag Sascha Lenz und am Sonntag Ryan Smith durch. Das abschließende Rennen des Wochenendes war auch insofern bemerkenswert, weil sich hier drei MAN-Fahrer erfolgreich gegen die starke Konkurrenz von Mercedes, Freightliner und Iveco behaupteten. Wiederum Sascha Lenz und der Spanier Antonio Albacete begleiteten Sieger Smith aufs Podest.

Lacko holt zwei Trophäen

Eine Konstellation, die so nicht unbedingt zu erwarten war. Denn Albacetes Truck war erst kurz vor der Abreise nach Misano fertig geworden, bei den Testfahrten in Most war ja lediglich der zweite vom Team Bernau eingesetzte Truck mit Albacetes spanischem Landsmann Luis Recuenco dabei. Und glaubt man Ryan Smith, lief auch bei ihm beziehungsweise seinem ungarischen Oxxo-Team in der Vorbereitungsphase nicht alles rund. Dafür hinterließ der Brite mit den markanten Tattoos einen sehr starken Eindruck. Adam Lacko, der amtierende Champion, erweiterte seine Trophäensammlung in Misano nur um zwei Pokale. Der Tscheche war aufgrund eines kurz zuvor erfolgten chirurgischen Eingriffs sichtlich gehandicapt und war bemüht, kein unnötiges Risiko einzugehen.

Pechvogel: Vojtiseks MAN in Flammen

Unglücksrabe des Wochenendes war wieder einmal der Tscheche Frankie Vojtisek. Bei ihm scheint das Pech einen festen Platz irgendwo in der Kabine zu haben. Frankie sorgte schon im ersten Championshiprace für Spektakel und eine längere Unterbrechung, als sein MAN lichterloh brannte. Eine erste Analyse ergab, dass die Kardanwelle während des Rennens brach und herumfliegende Metallteile eine Treibstoffleitung beschädigten. Der austretende Diesel entzündete sich dann schnell an den heißen Bremsen und setzte Teile der Kunststoffverkleidung in Brand.

Halm fährt auf Meister-Rang zwei

Im Vergleich dazu nimmt sich Steffi Halms Pech bescheiden aus. Die ambitionierte Fahrerin des Teams Schwabentruck kam im ersten Zeittraining mit geborstener Frontscheibe zurück in die Pitlane und verpasste deshalb die Superpole. Was ihr andererseits die Chance gab, ihr Potential unter Beweis zu stellen: Im Rennen arbeitete sie sich vom elften Startplatz aus auf Rang 5 hinter Antonio Albacete vor. Im zweiten Lauf wurde sie in einen Unfall verwickelt, mehr als der achte Platz war danach nicht mehr zu holen. Halm entschädigte sich für den durchwachsenen Samstag am zweiten Tag mit einem zweiten Platz hinter Sieger Hahn, ihrem Partner in der Teamwertung. Ein weiterer fünfter Platz im abschließenden Lauf reichte Steffi Halm, um sich in der ersten Gesamtwertung der neuen Saison ebenfalls auf Rang zwei (zwischen Hahn und Albacete) zu platzieren. 

Den Grammer Truck Cup, die Wertung für Rookies und Fahrer, die am Ende der letztjährigen Saison nicht unter den Top Ten auftauchten, führt der Franzose Thomas Robineau vor den beiden Briten Ray Coleman und Jamie Anderson an. Neuling Steffen Faas (Team Tankpool 24) folgt auf Platz vier.

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