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Europäische Automobilhersteller

ACEA kritisiert europäische Transportpolitik

ACEA-Vorsitzender Alfredo Altavilla Foto: Andreas Wolf

Der Verband europäischer Automobilhersteller, ACEA, fordert die EU auf, Maßnahmen zu ergreifen, die ein sicheres und stabiles wirtschaftliches Umfeld gewährleisten.

Laut dem Herstellerverband gefährdet die "zunehmende Instabilität" sowohl die europäische Wirtschaft als auch die Weltwirtschaft. Die europäischen Regierungen müssten im Interesse aller gemeinsam handeln, um Wachstum und Wohlstand in der Region zu sichern. "Nur so ist das Vertrauen in die Eurozone wieder herzustellen", erklärte Alfredo Altavilla, Iveco-Chef und Vorsitzender der Nutzfahrzeugsparte des ACEA auf der Jahreskonferenz des Verbands in Brüssel.

Investitionen in Forschung und Innovation

Um weltweit wettbewerbsfähig zu bleiben, Wachstum zu sichern und ehrgeizige umweltpolitische Ziele zu erreichen, sei die EU auf das innovative Potential der Industrie angewiesen. Die Rolle, die Bus und Lkw für Wirtschaft und Gesellschaft spielten, müsse von der europäischen Politik mehr anerkannt werden. Der ACEA begrüße zwar die Diskussion innerhalb der europäischen Kommission über langfristige Perspektiven eines nachhaltigen Transports, vermisse aber gleichzeitig die wirtschaftliche Dimension im kürzlich veröffentlichten Weißbuch. 
"Die Fahrzeugindustrie steht vor der enormen Herausforderung eines mittelfristig nur marginalen wenn nicht sogar negativen Wachstums", sagte Altavilla.

Gleichzeitig sei es immens wichtig, weiter in Forschung und Entwicklung zu investieren. Europa habe gewaltiges Potential bei der Entwicklung neuer Technologien, insbesondere auch die Fahrzeugindustrie. "Damit es auch künftig dabei bleibt, müssen wir schnell handeln", so Altavilla.  Das bevorstehende neue Regelwerk "Europäische Förderung von Forschung und Innovation"  müsse auch die Mittel an die Automobilindustrie entsprechend ihrer Bedeutung für Europa verteilen.

20 Prozent weniger Verbrauch bis 2020

"Wir müssen die Kohlendioxid-Emissionen und die Abhängigkeit vom Öl reduzieren. Leider haben wir aber keine übernatürlichen Kräfte, mit denen eine sofortige Lösung dieser Probleme möglich wäre. Die Fahrzeugindustrie werde jedoch weiter Mobilitätslösungen der Zukunft  liefern", erklärte der ACEA-Vorsitzende. Bis zum Jahr 2020 wollen die europäischen Nutzfahrzeughersteller den Verbrauch der Fahrzeuge um 20 Prozent reduzieren (ausgehend vom Jahr 2005). Man werde dieses Ziel erreichen, obwohl sich die gleichzeitige Minderung der Schadstoff-Emissionen verbrauchserhöhend auswirkte.

Die Fahrzeugindustrie unterstütze ebenso die Bemühungen der Kommission, ein System zur präzisen Messung der CO2-Fahrzeugemissionen zu schaffen. Mit einer entsprechenden CO2-Gesetzgebung trage dazu bei, dass bei der CO2-Reduktion auch die Transportunternehmer mit an Bord kämen.

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