Erdgas Taskforce soll LNG den Weg bereiten

Vorstellung Volvo FM LNG Foto: Volvo

Der Kraftstoff LNG (Liquified Natural Gas) soll Einzug in den deutschen Markt halten.

Dazu haben die Deutsche Energie-Agentur (dena), der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und die Initiative Zukunft Erdgas beschlossen, eine sogenannte LNG-Taskforce zu gründen. Diese ist demnach Teil der bereits bestehenden Initiative Erdgasmobilität, die von der dena koordiniert wird. Man wolle gemeinsam Markthindernisse abbauen, Empfehlungen für die Politik aussprechen, Normen entwickeln, informieren und eine Mindestinfrastruktur aufbauen, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Partner. Die Schirmherrschaft über die Taskforce habe das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) inne. "Ziel der Bundesregierung ist es, den Markteintritt von LNG im Schwerlastverkehr zu beschleunigen", sagt Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMVI. "Wir wollen auch in Zukunft bezahlbare, saubere und sichere Mobilität ermöglichen und die Kraftstoffbasis verbreitern."

Genau deshalb fördere man LNG als umweltfreundliche und preislich wettbewerbsfähige Alternative zu herkömmlichen Antrieben im Logistiksektor. Zwar biete LNG großes Potenzial im Straßengüterverkehr. Doch die stofflichen Eigenschaften sind auch eine Herausforderung – LNG ist bei -162 Grad Celsius verflüssigtes Erdgas. "Bei der LNG-Infrastruktur stehen wir noch am Anfang. Es braucht gute Standards und klare, praxistaugliche Vorgaben, um die Entwicklung des vielversprechenden Marktes zu ebnen", erklärt der DVGW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Gerald Linke.

Bislang keine Alternative zu Diesel verfügbar

In einem ersten Schritt entwickeln demnach dena, DVGW und Zukunft Erdgas Handlungsempfehlungen als Teil einer nationalen Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie. "Im Schwerlastverkehr auf langen Strecken gibt es bislang keine Alternative zu Diesel", sagt Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft Erdgas. "Mit LNG ändern wir das. Wir wollen zeigen, dass wir den Transport günstiger und umweltverträglicher organisieren können, wenn die Rahmenbedingungen stimmen." Wenn dieser Beweis geführt sei, könne man den Markt entwickeln. Voraussetzung dafür sei aber eine koordinierte Zusammenarbeit aller Akteure, so dena-Chef Andreas Kuhlmann. "Während die Wirtschaft in Pilotflotten und Infrastrukturen investiert, muss die Politik für Investitionssicherheit sorgen." Im nächsten Schritt werde man dann mit relevanten Marktakteuren aus den Bereichen LNG-Versorgung, Infrastruktur, Logistik und Fahrzeugbau erste Schritte zur Markteinführung abstimmen.

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