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CO2-intensive Batterieherstellung entfällt

Neue Studien plädieren für O-Lkw

Oberleitungs-Lkw Foto: Scania

Neue Studien stützen die umstrittenen Oberleitungs-Lkw (O-Lkw). Diese leisten demnach einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz in Deutschland.

Konkret handelt es sich hierbei um aktuelle Studien des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) und des Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO.

Oberleitungs-Lkw können demnach die hohe Energieeffizienz von Elektrofahrzeugen erreichen, ohne deren typischen Nachteil einer rein batteriebedingten CO2-intensiven Fahrzeugherstellung in Kauf nehmen müssen. Der vergleichsweise geringe Materialaufwand wirkt sich auch auf die Kostenbilanz aus. Laut der Studie des ifeu rechnet sich ein Hybrid-Lkw mit Stromabnehmer im Jahr 2030 bereits dann, wenn lediglich ein Drittel der jeweiligen Strecke unter Oberleitung zurückgelegt wird.

Die Studien heben insbesondere den signifikanten Klimavorteil hervor, den Oberleitungs-Lkw bereits im Jahr 2025 gegenüber Diesel-Lkw erreichen und bestätigen einen betriebswirtschaftlichen Kostenvorteil. Ob der Ausbau der Oberleitungsinfrastruktur eine Option im Verkehrssektor ist, wird in Pilotprojekten erprobt werden.

Drei Pilotprojekte

Die Erprobung des Betriebs von E-Lkw im baden-württembergischen Murgtal ist eines von drei Pilotprojekten des Bundes, bei denen die Oberleitungstechnik bei Lkw in der Praxis getestet wird. Dafür erhält Baden-Württemberg Fördermittel des Bundes. Die beiden anderen Pilotvorhaben sind in Schleswig-Holstein und Hessen angesiedelt.

Nach Ansicht des baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann ist es notwendig, gerade im Straßenverkehr den CO2-Ausstoß zu senken - insbesondere, weil der Ausbau der Schiene nicht so schnell vorankomme, wie im Rheintal zu sehen sei. Auch wegen des weiteren Anstieg des Güterverkehrsaufkommens brauche es neben der Schiene weiteren klimafreundlichen Verkehr auf der Straße. Auch in absehbarer Zeit werde mehr als die Hälfte der wirtschaftlich notwendigen Güterverkehrsleistung auf der Straße abgewickelt werden, betont Hermann. Umso dringender seien funktionierende Alternativen zum bisher dominierenden Diesel-Lkw notwendig.

Projekt „eWayBW“ im Murgtal

Mit seinen engen Kurven und unterschiedlichen Straßenradien sowie mehreren Kreuzungsbereichen an der B 462 bei Gaggenau verfügt das Murgtal über besondere Voraussetzungen, um die Oberleitungstechnik auch in schwierigem Gelände zu erproben. Die Wissenschaftler erhoffen sich wertvolle Erkenntnisse darüber, wie die Oberleitungstechnik auch in bergigen und kurvigen Regionen Deutschlands angewendet werden kann.

Die Pilotprojekte in Schleswig-Holstein und Hessen beschäftigen sich mit dem Güterfernverkehr auf Autobahnen. Beim Projekt „eWayBW“ in Baden-Württemberg hingegen wird der Nah- und Regionalverkehr untersucht. Dadurch besitzt der „eWayBW“ ein Alleinstellungsmerkmal und ist für die Forschung besonders interessant.

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