Bahn

Union fordert verbeamtete Lokführer

Containerzug vom HHLA Containerterminal Burchardkai Foto: Uwe Miethe

Alle 20.000 Lokführer der Bahn sollen wie zu Bundesbahnzeiten verbeamtet werden. Das fordern laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) verschiedene Unions-Politiker, allen voran Ex-Verkehrsminister und aktuell Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bundestag Peter Ramsauer (CSU).

"Der exzessive Streik der GDL ist eine ungewollte Folge der Bahnreform", zitiert das Blatt den Politiker. "Wir dürfen unser Land nicht lahmlegen lassen." Die Gründe für diesen Vorstoß klingen pragmatisch. Lokführer mit Beamtenstatus sind keinem Tarifvertrag verpflichtet und dürfen nicht streiken. Laut FAZ betrifft dies aktuell rund 5.000 Lokführer.

Nach dem Mammutstreik der letzten Woche hat die Lokführergewerkschaft GDL indes eine Pause angekündigt. "Das Land und die Bahnkunden haben jetzt eine Pause verdient – und die Bahn eine Nachdenkpause zum Reagieren", zitiert die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) GDL-Chef Claus Weselsky. Zugleich betone er aber, dass seine Gewerkschaft nach wie vor bereit bleibe zu streiken. Die Auswirkungen des letzten Streiks sind besonders im Güterverkehr noch zu spüren. Weselsky mache allerdings keine näheren Angaben zur Länge dieser Pause, sondern spreche vielmehr erneut die unerwünschte Tarifeinheit von GDL und der Konkurrenzgewerkschaft EVG an. "Ansonsten ist nach dem Streik ganz schnell wieder vor dem Streik."

Auch die EVG erinnert überdies an ihr Recht zum Arbeitskampf. So meldet die FAS, dass die EVG nach den beiden ausstehenden Verhandlungsterminen im Mai einen Abschluss fordere. "Wenn wir nicht vorankommen, schließen wir Streik nicht aus", zitiert das Blatt den EVG-Vorsitzenden Alexander Kirchner. "Aber wir streiken nicht, nur weil andere streiken."

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