ACEA und UITP

Die Politik ist in der Pflicht

Foto: MAN

Appell an die Politik: Die europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) und die Internationale Vereinigung des öffentlichen Transports (UITP) fordern die EU-Mitgliedsstaaten auf, nun endlich verstärkt in die dringend benötigte Infrastruktur für alternativ angetriebene Busse zu investieren.

Als Reaktion auf die kürzlich vom Rat der Europäischen Union verabschiedete "Clean Vehicles Directive" fordern ACEA und UITP die EU-Mitgliedsstaaten zu Investitionen in die Infrastruktur für alternativ angetriebene Busse auf. Die "Clean Vehicles Directive" legt verbindliche Ziele für die öffentliche Beschaffung emissionsfreier und emissionsarmer Fahrzeuge in jedem der EU-Mitgliedstaaten für den Zeitraum bis 2025 und bis 2030 fest – diese Ziele können laut ACEA und UITP ohne die erforderliche Bus-spezifische Infrastruktur jedoch einfach nicht erreicht werden.

Nach der bereits 2014 verabschiedeten, aber nicht bindenden "Directive on Alternative Fuel Infrastructure" (DAFI), die nationale Ziele für die Einführung von Ladestationen und Tankstellen in der gesamten EU enthielt, sei zu wenig geschehen. ACEA und UITP bezeichnen die Richtlinie als eine verpasste Gelegenheit, den öffentlichen Verkehrssektor für die Umstellung auf alternative Kraftstoffe vorzubereiten, da die Konzentration auf Busse unzureichend war. Die Vereinigungen fordern die Mitgliedstaaten daher auf, stärker in die Infrastruktur für Busse mit alternativen Antrieben zu investieren und eine Überarbeitung der DAFI vorzulegen.

"Der Klimawandel ist zweifellos eine große Herausforderung, die zusätzliche Anstrengungen erfordert, um die CO2-Emissionen des Verkehrssektors zu senken. Die Bushersteller in der EU sind fest entschlossen, ihren Teil dazu beizutragen", erklärte der ACEA-Generalsekretär Erik Jonnaert. "Der Mangel an Lade- und Tankinfrastruktur ist jedoch ein großes Hindernis für die Markteinführung neuer Bustechnologien. Die nationalen Regierungen und die Europäische Kommission müssen dringend Maßnahmen ergreifen, um dieses Problem zu lösen." Thomas Avanzata, UITP Senior Director Europe Department, ergänzte: "Es ist wichtig, dass die Mitgliedstaaten ihre nationalen DAFI-Pläne aktualisieren und ihre Städte und Verkehrsunternehmen einbeziehen, damit die erforderliche Infrastruktur für emissionsarme Bussysteme geplant werden kann."

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