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A6 Nutzfahrzeuge

Die Sprache der Kunden

Foto: Thomas Rosenberger 5 Bilder

Rahmenrichten gehört bei A6 Nutzfahrzeuge aus Homburg/Saar ebenso dazu wie Arbeiten am digitalen Tachografen. Aus der Menge der Servicebetriebe hebt der angegliederte Fahrzeugbau A6 Jung das Unternehmen heraus. Damit gehen zusätzliche Leistungen einher.
 

16.05.2018 Thomas Rosenberger

Wir sehen uns als Problemlöser für unsere Kunden“, beschreibt Großkundenbetreuer Manfred Rippel A6 Nutzfahrzeuge. „Unser Bestreben ist es, den Kunden ein Rundum-sorglos-Paket anzubieten.“ Das reiche vom Fullservice-Vertrag bis zum One-Stop-Shopping für den kompletten Lastzug.
 
Der Betrieb mit Sitz im Industriegebiet von Homburg/Saar liegt in unmittelbarer Nähe zur Autobahn A 6 und ist Vertragspartner von Mercedes-Benz, Iveco, Unimog. Freilich wartet man auch alle anderen Nutzfahrzeugmarken von klein bis groß. „Wir bieten alle Arbeiten an – von herkömmlichen Wartungen und Reparaturen bis hin zu Richtarbeiten an Rahmen und Karosserie.“ Außerdem gehören Arbeiten am digitalen Kontrollgerät sowie alle vorgeschriebenen Prüfungen zum Portfolio. A6 Nutzfahrzeuge ist zudem ­Dekra- und Tüv-Stützpunkt.

Enge Zusammenarbeit mit Sachverständigen

Zum Service für die Kundschaft aus dem Transportgewerbe gehören Öffnungszeiten von 6 bis 22 Uhr von Montag bis Freitag sowie von 6 bis 14 Uhr an Samstagen. Gearbeitet wird im Zweischicht-Betrieb. Insgesamt stehen für den Service fünf Bahnen zur Verfügung, sechs weitere für den Fahrzeugbau. Zusätzlich ist A6 Nutzfahrzeuge auf die Abwicklung von Unfallschäden spezialisiert. „Dazu arbeiten wir mit Sachverständigen und Fachanwälten zusammen“, berichtet Rippel. Selbst wenn Transportunternehmen eigene Experten für solche Fälle vorhalten, so könne A6 seine Expertise einbringen und dazu beitragen, dass Unternehmen neue Wege gehen und von daraus resultierenden Vorteilen profitieren. „Wir sprechen die Sprache unserer Kunden!“, fasst er zusammen.

Mobiler Service inklusive

Auch Pannen unterwegs sind Probleme, die A6 Nutzfahrzeuge löst. Mit zwei Einsatzfahrzeugen der Sprinter-Größe können Mitarbeiter ausrücken. Auf den Namen Truck ’n’ Roll hört ein Mercedes Atego – eine rollende Werkstatt. Der Atego ist laut Rippel mit allem ausgerüstet, was zum Lösen aufwendigerer technischer Probleme nötig ist. Es ist indes ein besonderes Problem, das A6 Nutzfahrzeuge mehr Kopfzerbrechen als ein technischer Defekt bereitet, und unter dem so viele Betriebe der Branche leiden: der Mangel an Fachkräften. Vier bis fünf Azubis werden bei den Homburgern pro Jahr ausgebildet, wobei laut Rippel gilt: „Qualität geht vor Quantität.“ Es könnten aber mehr Stellen besetzt werden. Die Einstellung zum Job müsse passen und die nötige Begabung für das Handwerk vorhanden sein. Darüber gebe allein das Bewerbungsgespräch Aufschluss. Es werde immer seltener, dass diese Voraussetzungen bei den Bewerbern auch tatsächlich gegeben sind.
 

Servicewerkstatt und Fahrzeugbau

Die Lage wird dadurch erschwert, dass Homburg der zweitwichtigste Industriestandort des Saarlandes ist. Namhafte Firmen sitzen in unmittelbarer Nachbarschaft des Servicebetriebs und buhlen um die besten Schulabgänger – mit höheren Gehältern, als sie das Handwerk zahlen kann. „Dafür bieten wir unseren Angestellten unbefristete Verträge und fördern sie, angefangen bei einer individuellen Aus- und Weiterbildung bis hin zur Meisterschule“, sagt Rippel. A6 Nutzfahrzeuge ist aber mehr als ein typischer Meisterbetrieb. Zur Unternehmensgruppe gehört A6 Jung Fahrzeugbau, der sich auf die Maß­kon­fek­tion von Anhängern und Aufliegern spezialisiert hat. Insbesondere auf Race Shuttles, Trailer, die zugleich rollende Garagen, Büros und Wohnküchen für Rennteams sind. Unter anderem stattet A6 Jung Porsche-Werksfahrer ­Timo Bernhard mit seinem „Team75 Motorsport“ aus.

Maßanfertigungen für Sondertransporte

Daneben baut der Fahrzeugbauer Spezialfahrzeuge für Sondertransporte und spezielle Koffer- sowie Pritschenaufbauten auf. „Ein Angebot für Kunden, die ein Fahrzeug mit Maßen oder für Transportgewichte abseits des Standards benötigen“, erklärt Rippel. 30 bis 40 solcher Sonderfahrzeuge entstehen jedes Jahr. Durch den Fahrzeugbau ergibt das Vorhalten einer 21 Meter langen Sandstrahlanlage, einer ebenso langen Verzinkungsanlage sowie einer Lackieranlage mit 25 Meter Länge Sinn. Eine Leistung, welche die Kundschaft gerne in Anspruch nimmt – etwa dann, wenn ein werthaltiger Auflieger für Schwertransporte revidiert wird. Dazu gehört dann auch ein neuer Lack.Der Fahrzeugbau hat beim in dritter Generation seit Gründung im Jahr 1925 familiengeführten Unternehmen Jung Tradition. Die Homburger Spezialisten haben die Nischen besetzt und können nun im Markt für Race-, Promotion- und Hospitality-Trailer die Erfahrung einfließen lassen.

Fachchkräfte übernehmen Wartung und Fahrzeugbau

Dieser Fahrzeugbau ist stets den saisonalen Schwankungen der Rennserien unterworfen. Diese versucht man mittels Vorproduktion auszugleichen. Zudem bietet sich durch den Servicebetrieb die Möglichkeit, die Arbeitskräfte – je nach Arbeitsanfall – zwischen den Bereichen Service und Fahrzeugbau wechseln zu lassen. Auch das ist eine Art von Problemlösung.

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