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Fiat Doblò geht in die vierte Generation: Gleiches Konzept, neuer Vorderwagen

Der Fiat Doblò geht in die vierte Generation. Konzept und Design sind weitgehend gleich geblieben. Veränderungen weist lediglich der Vorderwagen auf.

Neu gestaltet hat Fiat den Frontstoßfänger und die Scheinwerfer. Letztere sind leicht nach oben gesetzt und ziehen sich weniger stark in Richtung Kotflügel. Die Motorhaube ist neu konturiert und liegt fast waagrecht, die Kotflügel sind etwas weniger geschwungen. Der Kühlergrill ist schmaler und läuft nahezu über die gesamte Front. An den Seiten hat Fiat hingegen nur unwesentliche Änderungen vorgenommen. Ebenso am Heck, mal abgesehen von neu gestalteten Leuchten. Im Laderaum des neuen Doblò hat sich hingegen nichts verändert. Warum auch? Er war ohnehin schon konkurrenzfähig. In der Ausführung mit langem Radstand und Hochdach kommt der Lieferwagen auf ein Maß von bis zu 5,2 Kubikmetern. Zum Vergleich: Der VW Caddy Kastenwagen bringt es höchstens auf 4,7 Kubikmeter. Zu haben ist der Doblò in vier Varianten: als Kastenwagen, Kombi, Fahrgestell und als Pritsche. Hinzu kommen zwei Aufbauhöhen und zwei Radstände.

Die Motoren sind ebenfalls dieselben geblieben. Die Turbodieselaggregate sollen allerdings aufgrund einer überarbeiteten Common-Rail-Einspritzung mit auf 1.800 bar erhöhtem Druck ein höheres Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen (bis zu 40 Prozent beim 1,3 Multijet) bieten. Insgesamt stehen sechs Turbodiesel, zwei Benziner und ein bivalenter Erdgasmotor auf dem Programm. Für Kunden, die den Doblò mit geringer Kilometerleistung bewegen, könnte der Benziner mit 1,4 Liter Hubraum, 95 PS (70 kW) und einem maximalen Drehmoment von 127 Nm eine Alternative sein. Diesen Motor bietet Fiat auch in einer Variante an, die sich wahlweise mit Benzin oder Erdgas (CNG) betreiben lässt. Mehr Leistung eröffnet der Turbomotor 1,4 T-Jet mit 120 PS (88 kW) und 207 Nm maximalem Drehmoment. Einstiegsdiesel ist der 1,3 Multijet mit 75 PS (55 kW) oder 90 PS (66 kW) und einem maximalen Drehmoment von je 200 Nm.

Fahrwerk macht einen soliden Eindruck

Für die Kraftübertragung sorgt jeweils ein Fünfgang-Schaltgetriebe. Den größeren 1,6 Multijet gibt es in drei Leistungsstufen: einmal erneut mit 90 PS (66 kW) und einem maximalem Drehmoment von 200 Nm. Kombiniert ist er mit dem automatisierten Fünfgang-Schaltgetriebe MTA. Hinzu kommen Varianten mit 100 PS (74 kW) oder 105 PS (77 kW) und je 290 Nm maximalem Drehmoment. Die Kraftübertragung dieser beiden Motoren übernimmt ein Sechsgang-Schaltgetriebe. 1,3 Multijet mit 90 PS und 1,6 Multijet mit 105 PS gibt es auf Wunsch mit dem Spritsparpaket Eco-Jet, bestehend aus Start-Stopp-Automatik, Energiesparreifen, Unterbodenverkleidung und bedarfsgeregelten Aggregaten. Es soll den Verbrauch um bis zu 15 Prozent drücken. Stärkster Diesel ist der 2,0 Multijet mit 135 PS (99 kW), einem Drehmoment von 320 Nm und Sechsganggetriebe. Alles in allem drängt sich allerdings die Frage nach dem Nutzen eines Motorprogramms mit derartig enger Leistungsabstufung auf. Für eine Probefahrt rund um Turin haben wir uns für den Einstiegsdiesel mit 75 PS und Fünfganggetriebe entschieden. Wer nicht ständig voll ausgeladen fährt, ist mit dieser Leistung ausreichend bedient. Der Doblò lässt sich dann ohne Anfahrschwäche bewegen und auch noch aus tiefen Drehzahlen heraus beschleunigen. Im Innenraum ist der Motor kaum vernehmbar, die Abrollgeräusche überwiegen.

Einen soliden Eindruck macht das Fahrwerk. Bei kurviger Fahrt halten sich die Aufbaubewegungen in Grenzen, die Federung ist ausgewogen. Bei schlechtem Straßenbelag macht sich die Bi-Link-Hinterachse aber mit Poltern bemerkbar.Im Innenraum dominiert viel Plastik, ein neuer Armaturenträger integriert Klavierlackblenden und mit Chromringen verzierte Instrumente. Das Lenkrad ist in zwei Positionen verstellbar, die Außenspiegel bieten ein Weitwinkelsegment, das aber nicht verstellbar ist. Der Beifahrersitz zeigt eine harte Polsterung, die von dem integrierten Ablagefach resultiert. Neu ist auch eine Beifahrer-Doppelsitzbank mit einzeln umleg­baren Lehnen. Der mittlere Sitz dient dabei aber höchstens als Notsitz, da die Schaltkonsole den Platz versperrt. Preislich startet der Doblò Cargo bei 14.150 Euro, im Vergleich zum Vorgänger spricht Fiat von einer zweiprozentigen Preiserhöhung.

Dieser Artikel stammt aus Heft lastauto omnibus 04/2015.
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Andreas Wolf lastauto omnibus

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Andreas Wolf

Datum

25. April 2015
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