VW Caddy 1.6 Bifuel, Tankstelle 6 Bilder Zoom

VW Caddy 1.6.Bifuel: Fahren und sparen

Der VW Caddy 1.6 Bifuel mit Autogasumrüstung kostet 1.800 Euro mehr als der 1.2 TSI. Lässt sich damit den Spritpreisen ein Schnippchen schlagen?

Tanken macht in letzter Zeit wirklich keinen Spaß. Die Benzinpreise kennen nur eine Richtung: steil nach oben. Da sind Spritsparkonzepte gefragt. Gerade die Autogasfraktion ist fast schon missionarisch unterwegs mit dem Hinweis auf niedrigere Preise und über 6.000 Zapfpunkte. Grund genug, sich den VW Caddy Bifuel genauer anzuschauen.

MPI-Benziner mit 1,6 Liter Hubraum

Als Antrieb dient der konzerneigene, auf Autogas umgerüstete MPI-Benziner mit 1,6 Liter Hubraum. Moment mal, hat VW die Motoren mit "Multi Point Injection" nicht längst verschrottet zugunsten kleinerer aufgeladener und sparsamerer Direkteinspritzer? Stimmt, aber die Umrüstung der TSI-Motoren ist sehr viel anspruchsvoller, erfordert tief greifende Modifikationen. Nicht nur wegen der Direkteinspritzung, sondern auch wegen des Turboladers.

Und so kann der Kunde wählen zwischen dem 
1.2 TSI mit 102 PS für 15.190 Euro und dem 98 PS starken Gas-Caddy. Knapp 1.800 Euro Mehrpreis für den Gasumbau fallen nicht aus dem Rahmen. Im Gegenteil: Freie Nachrüster bohren für den Tankanschluss meist einfach irgendwo am Heck ein Loch in die Karosserie. VW dagegen versteckt den Gasstutzen gut geschützt unter der Tankklappe. Auch die Tankuhr ist sauber in die Instrumente integriert.

LPG-Caddy hängt gut am Gas

Doch wie fährt der Caddy Bifuel? Wir starten und der Motor läuft fast augenblicklich mit LPG. Erstaunlicherweise hängt der Caddy besser am Gas als beispielsweise der mit dem gleichen Motor ausgerüstete Skoda Octavia Combi – das niedrigere Gewicht des Lieferwagens macht sich bemerkbar. In der Stadt lässt sich der VW mit niedrigen Drehzahlen bewegen, schwimmt unaufgeregt im Verkehr mit. Weniger spaßig ist die Fahrt auf der Autobahn: Schon ab 120 km/h wird es ungemütlich laut im Fahrerhaus, da der Motor auf über 4.000 Touren läuft. Ein sechster Gang wäre wünschenswert. Kurze Zwischensprints zum Überholen sollte man sich gut überlegen, Agilität bei höherem Tempo legt der Caddy nur an den Tag, wenn man zurückschaltet. Im fünften Gang vergehen fast 23 Sekunden von 60 bis 100 km/h, eine kleine Ewigkeit.

Erfreulicher Verbrauch

Auf der genormten Teststrecke genehmigte sich der Transporter 10,9 Liter LPG auf 100 Kilometer, die rund 8,30 Euro kosten. Da kommt dann wieder Freude auf, ganz entgegen dem aktuellen Trend.

Wer nicht viel schleppen muss und meist in der Stadt unterwegs ist, kann mit dem 1.6 Bifuel gut leben. Er ist billiger als ein Diesel und fährt seinen Aufpreis gegenüber dem agileren 1.2 TSI nach rund 50.000 Kilometern wieder rein.

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Kostenlos herunterladen VW Caddy 1.6 Bifuel-Technische Daten (PDF)

Autor

Foto

Jacek Bilski

Datum

25. Juni 2012
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