Test: NV200: Nissan bringt Lieferwagen

Die Riege europäischer Transporter bekommt Zuwachs: Ende des Jahres wird in Deutschland der NV200 von Nissan beim Händler stehen. Ein 86-PS-Diesel oder ein 109 PS leistender Benziner treiben den Japaner an. Ganz so radikal und futuristisch, wie die vor zwei Jahren auf der Tokio-Motor-Show präsentierte Studie eines „Transporters für Meeresbiologen“, zeigt sich der neue NV200 zwar nicht. Angesichts der sich doch grundlegend unterscheidenden Anforderungen von Unterwasserfotografen gegenüber Handwerkern und Kurierdienstleister haben aber erstaunlich viele Elemente im neuen NV 200 überlebt.
 
Kaum verändert hat sich beispielsweise die Form der Scheinwerfer, die eine Verlängerung zu den A-Säulen bilden und in einen schlanken Kühlergrill mit Tümmler-Mimik münden. Im unteren Teil der Front finden sich in der Kastenwagen-Version breite schwarze Stoßfänger, die den Transporter gegen Parkrempler schützen. Geblieben sind auch die kleinen seitlichen Cockpitfenster, an die sich die tief gezogenen Seitenfenster anschließen. Sonderbar unproportioniert wirken in der Seitenansicht der lang gestreckten Karosserie die kleinen 14-Zoll-Räder. Zunächst wird es den japanischen Transporter in den Ausführungen als Kastenwagen und als Kombi mit sechs Fahrgastplätzen geben. Im kommenden Jahr soll dann zusätzlich eine Pkw-Variante folgen. Noch wird der neue Transporter am japanischen Standort Shatai produziert, Ende des Jahres übernimmt dann das Nissan-Werk im spanischen Barcelona die Fertigung für Europa. Mit seinen Außenabmessungen hebt sich der NV 200 vom bisher in Partnerschaft mit Renault produzierten Kubistar deutlich ab, rangiert mit einer Länge von 4,40 Meter schon näher am Primastar mit kurzem Radstand. Mit einer Höhe von 1,86 Meter lässt sich der Transporter problemlos durch niedere Einfahrten zirkeln oder in Parkhäusern abstellen. Für ausreichende Innenstadttauglichkeit und einfache Beladung sorgen ebenso die auf Wunsch erhältliche zweite Schiebetür und eine Rückfahrkamera, die Nissan ab dem Jahr 2010 anbietet. In Kastenwagen-Ausführung geben zwei im Verhältnis 7:3 öffnende Heckflügeltüren mit Fenster den Zugang zum Laderaum frei. Die Ladekante liegt bei  rückenfreundlichen 524 Millimeter. Rund zwei Meter lange Güter lassen sich im Laderaum verstauen. Durch Wegklappen der auf Wunsch erhältlichen Laderaumtrennwand und Umlegen der Lehne des Beifahrersitzes findet selbst 2,8 Meter lange Fracht Platz. Das Ladevolumen gibt Nissan mit geräumigen 4,2 Kubikmeter an. Ausgesprochen großzügig gestaltet sich mit 1,22 Meter auch der Abstand zwischen den Radkästen. So schluckt der NV 200 problemlos zwei Europaletten, die sich mit Zurrösen im Laderaumboden und an den Laderaumwänden sichern lassen. All zu viel sollte auf die Paletten allerdings nicht gepackt werden, die Nutzlast des Nissan liegt nur bei rund 670 Kilogramm. In der Kombi-Version bietet der NV 200 vorne und hinten zwei Einzelsitze. Die hinteren Einzelsitze gibt es allerdings nur gegen Aufpreis. Praktisches Detail: Wird mehr Laderaum benötigt, lassen sich die hinteren Einzelsitze seitlich zu den Laderaumwänden hin wegklappen. Ab dem kommenden Jahr soll sich dann laut Nissan zudem das Angebot an möglichen Aufbauten und Varianten ab Werk mit verschiedenen Branchenlösungen deutlich vergrößern.

Datum

2. Oktober 2009
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