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Rallye Dakar: Buggyra testet Dakar-Tatra 815

Ende der vergangenen Woche war es so weit:  der erste Test des Tatra 815 Dakar, mit dem sich Fahrer Martin Kolomy bei der Rallye Dakar 2014 präsentieren soll. Gefahren wurden die Prüfungen auf dem bewährten Off Road-Gelände in Senica in der Slowakei.

Die Relevanz, die Buggyra in dem gemeinsamen Projekt zugeschrieben wird, ergibt sich schon aus den Testergebnissen, die Truckracer David Vršecký für die Tests vorgelegt hat. Der Trucker aus Roudnice nahm trotz der Vorbereitungen für das Rennwochenende in Zolder an den Tests teil. „Wir haben vereinbart, dass zusätzlich zur Meinung von Martin Kolomy David's Ansicht hier einfließen werden“, bestätigte vor dem Testbeginn Robin Dolejš, der technische Direktor von Buggyra.

Das Management beider beteiligten Parteien sah sich vor dem Beginn des Tests in einer ungewöhnlichen Situation. Auf der einen Seite ein neuer Truck im Prototyp-Stadium. Auf der anderen Seite das Ziel, die Dakar-Positionen von Martin Kolomy in der Vergangenheit zu verteidigen. „Dies ist ein langfristiges Projekt. Sein Ziel ist ein Lkw, der sehr bald nicht nur erfolgreich rollt, sondern auch in der Lage ist, die Kamaz-Motoren zu schlagen. Obwohl die Entwicklung erhebliche Risiken trägt, die wir gerne vor der nächsten Dakar schon überwinden würden. Aussagen wie ‚unser Lkw läuft hervorragend, aber wir liegen leider auf dem letzten Platz’, oder: ‚wir haben das Ziel dennoch leider nicht erreicht’ wollen wir unbedingt vermeiden“, so Buggyra-Manager Jan Kalivoda.

Buggyra macht bedeutenden Schritt nach vorne

Die zweitägigen Tests des Tatra 815 Buggyra brachten eine Menge wertvolle Erfahrungen. In erster Linie die Feststellung, dass der Rallye Race-Truck noch eine Reihe von Entwicklungsmöglichkeiten birgt. „Die Tests haben die Bedeutung unserer Transformation vom reinen Motoren-Lieferant zu einem Partner beim Gesamtkonzept des Trucks gezeigt. Gute Truck-Entwicklung liegt in der Tatsache begründet, dass die Summe exzellenter Einzellösungen nicht automatisch immer ein hervorragendes Gesamtergebnis bringt.

Alle Lösungen bedürfen einer maximalen Harmonisierung um daraus ein ausgezeichnetes Ganzes zu machen“, sagte Robin Dolejš am Ende des Tests. „Wir haben unsere Computer mit Daten vollgepackt, einschließlich Martins und Davids Kommentare. Wir kennen die Richtung unserer nächsten Schritte. Wir befinden uns in einem sehr kompetitiven Umfeld und haben eine Menge von Ressourcen und das Know-how. Ich will hier keine Einzelbeispiele nennen, aber wir werden für die Dakar bestens vorbereitet sein.“

Unterschiede zwischen Race-Truck und Rallye-Lkw

Für David Vršecký ist klar, dass er auf der Grundlage seiner eigenen Erfahrungen nicht zu früh in der Kabine neben Martin Kolomy sitzen will. „Nach ein paar Runden war für mich klar, warum Martin zu den weltweit besten Langstrecken-Piloten gehört. Aber ich habe meine eigene Meinung zum Motor gebildet auf der Grundlage meiner eigenen Fahreindrücke“, bestätigt David und ergänzt, das die Unterschiede zwischen dem Race-Truck und dem Langstrecken-Rallye Lkw extrem sind.“ Beim Rallye-Truck geht es um viel größere Flexibilität beim Fahren. „Das Cross-Country-Cirquit verändert sich in jeder Runde. Das Gelände der Dakar wechselt mehrmals im Verlauf einer einzigen Etappe des Rennens. Auf der anderen Seite gibt es mehr Zeit, im Laufe der Rallye die auftretenden Probleme zu lösen."

Robin Dolejš schätzt die Teilnahme seines Kollegen bei den Tests: „Meine Worte, dass David bestimmte Dinge anders sieht und fühlt als Martin, sind bestätigt worden. Und dies war der Zweck seiner Beteiligung an den Tests. Seine Leistung qualifiziert ihn als ein Testfahrer für die Dakar.“

„Sowohl Buggyra als auch Tatra haben einander eine Menge zu geben“, beurteilt Robin Dolejš die dreitägigen Tests zuversichtlich, die nach einer Feier beim Partnerunternehmen Bonver ihr Ende im Tatra-Werk fanden.

Autor

Foto

Martin Kozak, Buggyra 2013

Datum

20. September 2013
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