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MapFactor GPS Navigation: Lkw-Navi für kleines Geld

Die App GPS Navigation von MapFactor lockt mit günstigen Preisen für die In-App-Käufe. Doch bei der Routenführung bleibt Luft nach oben.

Bei der App GPS Navigation von MapFactor, die es für Android und Windwows Phone gibt, kommt das Kartenmaterial von OpenStreetMap zum Einsatz. Bei OpenStreetMap handelt es sich um ein Projekt, das für jeden frei nutzbare Geodaten sammelt. Gepflegt werden die Geodaten von den einzelnen Benutzern in Eigenregie.

Die App an sich ist kostenlos. Alle weiteren Funktionen lassen sich für kleines Geld (0,73 bis 7,29 Euro) zukaufen. Das ist möglich, weil die Entwickler von MapFactor gemäß der Open Database License die Informationen von OpenStreetMap kostenlos nutzen dürfen – solange die Datenquelle genannt ist.

Auch bei dieser Low-Budget-Lösung lassen sich die Anwendungsdaten auf der SD-Karte speichern, was bei der Deutschlandkarte mit mehr als 900 MB durchaus sinnvoll ist. Denn die Benutzer, die Geodaten einpflegen, gehen durchausakribisch zu werke. Wahlweise lassen sich allerdings auch (kostenpflichtig) die Karten von TomTom nutzen. Bei OpenStreetMap ist quasi jeder Feldweg mit Namen verzeichnet.

Benutzerführung erschließt sich nicht von selbst

Die App bietet eine wahre Fülle an Einstellmöglichkeiten, ist dabei allerdings nicht immer intuitiv strukturiert. Auch sind die Kartenanzeigen, die übrigens recht altbacken daherkommen, ziemlich überfrachtet. Da kann es bei einem Autobahnschild durchaus sein, dass vor lauter Ortsnamen die Anzeige desFahrstilassistenten überlappt. Hier rächt sich die eingangs beschriebene Akribie beim Erfassen der Geodaten. Manchmal ist weniger eben doch mehr.  

Keine Route gefunden

Bei den Sprachansagen ist ebenfalls Luft nach oben. Bei der Navigation gibt es zumindest beim Lkw noch Nachbesserungsbedarf. So darf es eigentlich nicht sein, dass die App über bestimmt zwei Kilometer keine neue Route findet, nur weil man auf eine vierstreifige Bundesstraße fährt, auf der theoretisch nur Lieferverkehr zugelassen ist. Hier lohnt es sich für einen Berufskraftfahrer, der eine Navi-App tagtäglich nutzt, einmalig etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen.

Portraits

Autor

Foto

Carsten Nallinger, Montage: Jan Grobosch

Datum

10. September 2015
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Fred Dremel, Experte für Sozialvorschriften für das Fahrpersonal im Strassenverkehr, Arbeitszeitrecht , Kontrollgeräte Fred Dremel Sozialvorschriften
Von 1980 bis 2013 Betriebsprüfer Arbeitsschutz in Aachen auf dem Gebiet Sozialvorschriften für… Profil anzeigen Frage stellen
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