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Lkw-Konkurrent aus Asien: Fahrbericht Hyundai Xcient

Asiens Geduld ist groß. Da schaute die Lkw-Abteilung von Hyundai jahrelang gelassen zu, wie westliche Importe in Südkorea Fuß fassten. Jetzt hält der Hyundai Xcient dagegen.

Im März 2013 auf der Seoul Motor Show war die Katze aus dem Sack. Ein halbes Jahr später, kurz nach Serienanlauf, war FERNFAHRER bereits zur Stelle, um den neuen Hyundai Xcient ausgiebig unter der sengenden Sonne des dortigen Hochsommers zu fahren.

Konkurrenzfähiges Fahrerhaus

Ein erster Rundblick durchs Fahrerhaus: Wie zu erwarten, bedeuten die drei breiten und tief geschnittenen Stufen des Einstiegs, dass es ohne Motortunnel nicht geht. Mit 190 Millimeter Höhe fällt er aber noch ­moderat aus. Beim mittelhohen Dach, das Hyundai derzeit als einzige geräumigste Variante für den Fernverkehr vorsieht, bleiben damit noch knapp 1,80 Meter Stehhöhe über der mittigen Erhebung. Vor den Sitzen sind es fast zwei Meter.

Damit kann der Xcient vergleichbaren europäischen Fahrerhäusern jederzeit gelassen gegenübertreten. Er wartet obendrein sogar mit einer fest installierten 800 Millimeter breiten unteren Liege auf. Rund 8,3 Kubikmeter umbauter Raum umfasst das Fahrerhaus insgesamt und zählt damit nicht zu den Kleinen in seiner Kategorie. Zum Vergleich: Von DAF bis Volvo übertrifft nur ein europäischer Hersteller diesen Wert bei den mittelhohen Kabinen. Das ist der Actros Streamspace mit ebenem Boden, der es insgesamt auf 8,4 Kubikmeter Kabinenvolumen bringt.

Ab 2015 auch Euro-6-Antriebe

Es ist offensichtlich: Die Koreaner haben gründlich Benchmarking betrieben und meinen es ernst. Folgerichtig fährt Hyundai beim Interieur – mit unübersehbarem Anklang an den Mercedes Actros so ziemlich alles auf, was heutzutage in eine moderne Lkw-Kabine reingehört. Auch die Maschinen von Hyundai haben es in sich. Trotz einer derzeit nur vierstelligen jährlichen Produktionszahl bei den schweren Lkw kann Hyundai gleich zwei Motoren mit Abgasstufe Euro 5 ins Feld führen, die in Korea seit 2011 gilt. Euro 6 kommt dort 2015: Klarer Fall, dass dann auch für Europa die Maschinen parat sein werden, die diesem Reinheitsgebot entsprechen. Der eine kommt mit zehn Liter Hubraum daher und bedient das Leistungsspektrum bis 400 PS, der andere hat 12,7 Liter Hubvolumen in den sechs reihenförmig angeordneten Töpfen und mobilisiert maximal 520 PS.

Kräftiger 12,7-Liter-Motor mit 520 PS

Genau der wummert unter unserem Testfahrzeug und bringt die Fuhre fix in Schwung. Und er hat eine Puste, mit der er sich vor keinem Europäer verstecken muss. Mit einem maximalen Drehmoment von 2.500 Nm lässt er sich auch im Drehzahlkeller nicht lumpen und steht genauso kräftig im Futter wie zum Beispiel das stärkste aller 12,8-Liter-Aggregate der Baureihe OM 471 im neuen Actros.

Den vollständigen Artikel findet ihr im aktuellen FERNFAHRER 12/2013. Hier könnt Ihr das Heft bestellen.

Hammermeister

Autor

Foto

Michael Kern

Datum

30. Oktober 2013
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