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Lamberet SR2: Politik der kleinen Schritte

Optimierte Luftführung innen, verbesserte Aerodynamik außen, neuer Schließmechanismus im Heck und ein überarbeitetes Fahrwerk an Front- und Rückmodul – bei der Weiterentwicklung des Kühlaufliegers SR2 Heavy Duty und des Verteilers SR2 Super City verfolgt Lamberet eine Strategie der kleinen Schritte.

Eines der populärsten Fahrzeuge aus dem Hause Lamberet ist aktuell der SR2, der sich im Lauf der Jahre vom SR2 Futura über den SR2 Evolution zum SR2 Heavy Duty gewandelt hat. Der SR2 Heavy Duty reicht von 12 bis zu 32 Tonnen technisch zulässigem Gesamtgewicht, bei abgesenktem Schott taugt er für die Beladung mit 33 Paletten. Möglich macht es eine pneumatisch betriebene Rollladentüre. Sie läuft in Schienen, die in den verschraubten Rahmen eingelassen sind.

Vorrangiges Ziel von Lamberet ist es, die Praxis­tauglichkeit des Aufliegers zu verbessern. Eine der zentralen Einflussgrößen ist dabei der Anteil des Kraftstoffverbrauchs, den der Auflieger an der Zugmaschine verursacht. Er soll sich in erster Linie mit einem gesenkten Luftwiderstand verringern. Dabei setzen die Franzosen unter anderem auf die sogenannten CX-Profile an der Front, die den Luftstrom besser ableiten sollen. Eine Fahrwerkverkleidung verspricht ebenso einen günstigen Cw-Wert. Dasselbe gilt für eine leicht vertiefte, flache Heckkonstruktion.

Verbesserte Luftführung

Zu den Verbesserungen am SR2 Heavy Duty, die Lamberet unter dem Begriff CX System Dis­tri+ zusammenfasst, gehört auch die Luftführung im Innenraum des Aufliegers. Laut Hersteller soll sie selbst bei häufig geöffneter Tür konstante Temperaturen gewährleisten. Für den Verbrauch des Kühlgeräts erwartet Lamberet eine Einsparung um bis zu einen Liter Diesel in der Stunde.

Zum reduzierten Verbrauch dürfte ebenso ­eine neue Mechanik am Heck des Aufliegers beitragen. Sie soll ein rasches Öffnen und Schließen der Hecktür erleichtern, der Fahrer könne sie mit einer Hand bedienen. Anstatt eines federgeführten Türriegels kommt ein System namens Easy-Door-Lock (EDL) zum Einsatz. Der Griff des Systems muss laut Lamberet nur angestoßen werden, worauf er mit einer, von einem Edelstahl-Federzylinder unterstützten Rotationsbewegung den Verschluss öffnet. Am Aufbau befestigt ist das System mit vier Schrauben, lässt sich also einfach tauschen oder nachrüsten.

Neue Kupplungsplatte erhöht Belastbarkeit

Auch die Front des Kühlaufliegers haben die Entwickler unter die Lupe genommen. Resultat ist ein Modul mit verstärkter Kupplungsplatte. Sie soll mit größer dimensionierten Einlegeteilen und zusätzlicher Befestigung am Boden montiert sein. Selbst bei schlechten Straßenbedingungen erhöht sich die Gesamtbelastbarkeit des Fahrwerks laut Lamberet dadurch auf bis zu 26 Tonnen. Hinten haben die Franzosen dem Kühlauflieger zudem HRE-Stoßstangen spendiert. Sie versprechen laut Hersteller geringes Gewicht, hohen Verschleißwiderstand und eine gute Dämpfung.

Die Veränderungen am Fahrwerk des Verteiler-Aufliegers SR2 Super City subsumiert Lamberet unter dem Slogan "Super Stable+". Dabei widmeten sich die Franzosen insbesondere der elek­tro-hydraulischen Lenkachse des Fahrwerks. Um die von der Kupplungsscheibe an die Lenkachse übertragene Energie abzuleiten, wurde die Verbindung zwischen Lenkachse und Fahrwerk verstärkt. Resultat: weniger Verschleiß und Ausfälle. Da die Platte zur Befestigung der Lenkachse verschraubt ist, steht auch einem einfachen Ausbau für Wartungszwecke oder einem Tausch einzelner Teile nichts im Weg.

Andreas Wolf lastauto omnibus

Autor

Foto

Lamberet

Datum

28. Mai 2015
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