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Foto: Knut Zimmer

Iveco nimmt Süddeutschland ins Visier

Neues Auslieferungszentrum in Ulm

Am Werk 3 von Iveco im Ulmer Industriegebiet Donautal hat das Unternehmen ein Auslieferungszentrum für Lkw und Busse eröffnet. Dort findet auch eine Fertigung für Kunden-individuelle Anpassungen einen Platz. Gleichzeitig zur Eröffnung feierte Iveco 100 Jahre Nutzfahrzeuge von Magirus.

Magirus gehört zur DNA von Ulm, sagte Oberbürgermeister Gunter Czisch anlässlich der Eröffnung des neuen Iveco-Kundencenters am Werk 3 im Industriegebiet Donautal. Iveco und die Donaustadt seien über Magirus seit mehr als 150 Jahren verbunden. Seit nunmehr 100 Jahren gibt es motorgetriebene Lastwagen von Magirus. Czisch sprach aber auch von einem guten Tag in einer wechselhaften Geschichte. Damit spielt er wohl auf die Verlagerungsprozesse der jüngeren Vergangenheit an. So musste die Lkw-Fertigung im August 2012 aus Ulm weichen und ist heute im spanischen Werk bei Madrid angesiedelt. Die größte Einheit in Ulm ist heute die Fertigung von Brandschutzfahrzeugen. Hinzu kommt ein Entwicklungsbereich. 1.500 Mitarbeiter sind nach Angaben von Iveco am Standort Ulm aktuell beschäftigt.

Schwerpunkt alternative Antriebe

Zur Eröffnung des Kundencenters gerierte sich Iveco als Hersteller besonders nachhaltiger Transportlösungen. Dazu verwies Pierre Lahutte, Brand President Iveco, vor allem auf die Aktivitäten im Bereich der Erdgasantriebe für mittelschwere und schwere Lkw.  Hierbei verwies Lahutte vor allem auf den Iveco Stralis NP mit LNG-Antrieb, sowie auf die Elektroantriebe für den Transporter Iveco Daily. Besonders vielfältig ist das Angebot von alternativen Bus-Antrieben. Nach Lahuttes Angaben setzt sich der Absatz von Stadtbussen mit zwölf und 18 Meter Länge zusammen aus Fahrzeugen mit Dieselmotor (47 Prozent), Hybridantrieb (24 Prozent), CNG-Antrieb (zwölf Prozent) sowie Elektro-Bussen (drei Prozent).

Iveco bekennt sich zum Standort Ulm

Dass das Auslieferungszentrum seinen Platz im Donautal findet, bewertet Marc Diening, Geschäftsführer von Magirus als eine positive Botschaft für den Standort. Es soll mehrere Funktionen erfüllen. Neben dem Auslieferungsprozess bietet der Standort Ulm die Möglichkeit, die Fertigung von Drehleitern bei Magirus zu besichtigen. Auch ein Besuch im Feuerwehrmuseum und der Truck-Race-Sektion des „Teams Schwabentruck“ ist möglich. Für letztere steht dem Standort ein 1.300 PS-Truck-Race-Bolide als Dauerleihgabe zur Verfügung.

Individelle Kundenwünsche umgesetzt

Nur von einer Glaswand vom Übergabebereich mit seinen Auslieferungsboxen und Besprechungsräumen sowie dem Demo-Bereich für Busausstattungen wie Sitze und -bezüge getrennt, befindet sich das Iveco Customer Center (ICC). Dort sollen Fahrzeuge auf besondere Kundenanforderungen hin in Werksqualität adaptiert werden. Die Abteilung mit insgesamt fast 90 Mitarbeitern modifiziert nach Angaben des Unternehmens jährlich etwa 1.800 Fahrzeuge, davon ein gutes Viertel Sonderfahrzeuge etwa für die Bundeswehr oder die Schweizer Armee. Neu hinzukommen sollen nun auch 220 Busse pro Jahr. Darunter vor allem die Crossway-Baureihe, die hierzulande inzwischen einen Großteil des Iveco-Bus-Absatzes ausmacht.

Gebrauchte von OK Truck und OK Bus

Fortan sollen pro Jahr im Auslieferungszentrum 250 neue Busse und 450 neue Lkw den Besitzer wechseln. Wer eine preisgünstigere Lösung für sein Geschäft sucht, der findet dort ebenfalls ein Angebot. Denn gleich nebenan ist auch das markeneigene Gebrauchtfahrzeugcenter OK Truck beziehungsweise OK Bus. 300 Fahrzeuge stehen dort zur Auswahl. Hinzu kommt das Demopool an Testfahrzeugen, das ständig rund 50 Einheiten umfassen soll. Auch Fahrzeuge der Order & Drive-Reihe sind hier angesiedelt – vom Transporter Daily bis hin zum schweren Trakker-Kipper. Das sind besonders typische Modelle, die der Kunde bei akutem Bedarf gleich mitnehmen kann.

Thomas Rosenberger lastauto omnibus Chefredakteur

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Datum

5. April 2017
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