Kaffee, Kaffeeebohnen, Straße, Müdigkeit Zoom

Gesundheitswissen: Ist Kaffee gesund oder ungesund?

Fernfahrer trinken viel Kaffee, um am Steuer munter zu bleiben. Aber ist der Bohnentrunk auch gesund? eurotransport.de beantwortet die sechs wichtigsten Fragen.

Kaffee ist immer wieder Diskussionsthema. Für die einen ist er ein Laster, das krank macht. Für die anderen ist er unverzichtbarer Teil der täglichen Ernährung. Fakt ist, dass jeder Deutsche im Durchschnitt einen halben Liter Kaffee pro Tag trinkt. Damit ist Kaffee das beliebteste nichtalkoholische Genussmittel in Deutschland, berichtet die Apotheken Umschau.

Die häufigsten Vorurteile gegen Kaffee sind, dass er schlecht für Blutdruck und Herz ist. Außerdem sollen beim Rösten krebserregende Stoffe entstehen. Doch nach Angaben des Gesundheitsmagazins gibt es eine Menge Studien, die das Gegenteil aufzeigen. Demnach ist Kaffee ungefährlich für Herz und Kreislauf, es bestehe keine Krebsgefahr und gegen Diabetes soll das braune Heißgetränk auch noch schützen.

Anbei die wichtigsten Antworten zum Thema Kaffee:

Warum ist der Ruf von Kaffee so schlecht?

Früher ging man in Studien davon aus, dass Kaffeetrinken ein erhöhtes Krankheitsrisiko mit sich bringe. Laut Apotheken Umschau berücksichtigten diese Studien jedoch selten den Faktor Rauchen. Viele Kaffeetrinker sind jedoch auch Raucher. Heute geht man davon aus, dass die Giftstoffe in der Zigarette für die Krankheiten verantwortlich sind, die früher dem Genuss von Kaffee zugesprochen wurden.

Verliert der Körper Flüssigkeit durchs Kaffeetrinken?

Nein – so zumindest der heutige Stand der Wissenschaft. Kaffee besteht nach Angaben der Apotheken Umschau zu 98 Prozent aus Wasser und wird deshalb ganz normal zur Flüssigkeitsbilanz hinzugezählt.

Steigt der Blutdruck durch Kaffee?

Jein – Kaffee erhöht den Blutdruck besonders bei Personen, die ihn selten trinken, und bei Menschen mit ohnehin erhöhtem Blutdruck. Kaffee hat aber nur einen kurzfristigen Effekt. Bei gesunden Menschen erhöht Kaffee nicht das Risiko für Bluthochdruck.

Schwangersein und Kaffee trinken?

Es herrscht noch Unklarheit, ob das Koffein im Kaffee für das ungeborene Kind schädlich ist oder nicht. Schwangere sollten deshalb lieber wenig bis gar keinen Kaffee trinken.

Fördert Kaffee Herz- und Krebserkrankungen?

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit schien klar, dass Kaffee der schnellste Weg zum Herztod ist. Auch wurde ihm nachgesagt, dass er Krebserkrankungen fördere. Heute sieht man das anders: Laut Apotheken Umschau entstehen zwar beim Rösten des Kafees krebserregende Stoffe, doch deren Menge ist so gering, dass Experten selbst einen hohen Kaffeekonsum für vertretbar halten.

In der sogenannten EPIC-Deutschland-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) wurden 42.000 gesunde Erwachsene zu ihrem Kaffeekonsum befragt und über knapp neun Jahre das spätere Auftreten von chronischen Erkrankungen erfasst. Dabei stellte sich heraus, dass Kaffeekonsum nicht mit dem Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen und Krebs zusammenhing. Eine amerikanische Studie kam sogar zu dem Ergebnis, dass ein moderater Kaffeegenuss von 0,4 bis 0,6 Liter pro Tag das Risiko von Herzversagen um elf Prozent reduziere.

Kaffee und Diabetes

Gegen Typ-2-Diabetes scheint Kaffee geradezu wie ein kleines Schutzschild zu wirken. Laut Apotheken Umschau fand eine deutsche Studie heraus, dass Personen, die mehr als 0,6 Liter Kaffee pro Tag trinken, ein um 23 Prozent geringeres Risiko haben, an Typ-2-Diabetes zu erkranken als Personen, die weniger als eine Tasse am Tag trinken. Das gilt übrigens auch für Kaffee ohne Koffein.

Die Forscher vermuten, dass schwarz getrunkener Kaffee die Gesamtenergieaufnahme verringert. Denn wer Kaffee trinkt kann nicht gleichzeitig kalorien- und zuckerreiche Softdrinks und Säfte zu sich nehmen. Die fördern jedoch Übergewicht und Übergewicht gilt als wichtiger Risikofaktor für Diabetes.

Eine zweite Erklärung besagt, dass die in großen Mengen im Kaffee enthaltene Chlorogensäure das Diabetesrisiko senkt. Chlorogensäure wirkt sich laut Apotheken Umschau nämlich positiv auf den Insulin- und Zuckerstoffwechsel aus.

Fazit

Derzeit spricht also nicht viel gegen einen moderaten Kaffeekonsum. Wer gerne Kaffee trinkt und ihn verträgt, kann dies ohne schlechtes Gewissen auch in Zukunft tun. Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft hat eine Menge von bis zu 0,6 Litern pro Tag wohl keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit.

Portrait

Autor

Foto

Fotolia

Datum

18. Juli 2012
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Unsere Experten
Harry Binhammer, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Harry Binhammer Arbeitsrecht
Ich bin Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht. Ich vertrete Arbeitnehmer und Arbeitgeber… Profil anzeigen Frage stellen
Kristina Dietze von der Polizeidirektion Görlitz/ Autobahnpolizei Kristina Dietze Polizeioberkommissarin Autobahnpolizeirevier Bautzen
Expertin für Gefahrguttransporte (aus polizeilicher Sicht), Vermögensabschöpfung im… Profil anzeigen Frage stellen
Aktuelle Fragen
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Tests +++
+++ News +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.