Fiat Doblò, Pritsche Zoom

Fiat Doblò: Arbeiterkind

Als Kleintransporter hat sich der Fiat Doblò bereits bewährt. Nun kommt er auch als Pritsche.

Fiat Doblò Cargo Work Up 1.6 Multijet
Motor
Zylinder/Hubraum 4/1.598 cm3
Leistung 74 kW (100 PS) bei 4.000/min
Drehmoment 290 Nm bei 1.500/min
Getriebe/Antrieb Sechsgang manuell/Front
Verbrauch 5,7 l D/100 km
Maße und Gewichte
Karosserie L/B/H 4.965/1.872/2.049 mm
Laderaum L/B/H 2.288/1.868/400 mm
Gesamtgewicht/Zuladung 2.505/925 kg
Tankvolumen 60 l
Grundpreis ohne MwSt. 18.650 Euro

Nachwuchs in der Doblò-Familie. Kastenwagen und Kombi bekommen einen Bruder mit Pritsche. Sein Name: Doblò Cargo Work Up. Wie schon die beiden älteren Geschwister nach der Modellpflege überzeugt der Work Up mit seinen Fahreigenschaften. Für eine gute Straßenlage sorgen Einzelradaufhängung an Vorder- und Hinterachse sowie in allen Modellen serienmäßiges ESP.

Kein Automatikgetriebe für den Doblò verfügbar

Drei Motoren stehen für den Work Up zur Verfügung, mit 1,3 bis 2,0 Liter Hubraum, wobei es  es den 1.3 und den 1.6 jeweils mit 90 PS Leistung gibt. In der Praxis dürften beide allerdings mit der hohen Zuladung des Work Up von einer Tonne überfordert sein. Besser gefällt die zehn PS stärkere Variante des 1.6-Liter-Diesels, die es bei 1.500/min auf 290 Nm Drehmoment bringt. Im Gegensatz zu den schwächeren Motoren ist dieses Aggregat dann auch mit einem Sechsganggetriebe ausgestattet.

Wer viel auf der Autobahn unterwegs ist, sollte allerdings den 135 PS starken Zwei-
litermotor mit 320 Nm in Betracht ziehen. Die Elastizität ist hier besser und man ist einfach souveräner unterwegs als mit den kleinen Aggregaten. Hier sind ebenfalls sechs Gänge Serie. Das spart Sprit auf langen Strecken und verringert die Motorgeräusche im Innenraum  merklich. Ein Automatikgetriebe ist für den Doblò generell nicht verfügbar.

Mehr als 10% Verbrauchsminderungen möglich

Während der große Diesel serienmäßig Euro 5 schafft, muss man die anderen Modelle dazu mit Partikelfilter bestellen (750 Euro). Dagegen lassen sich die Italiener Start-Stopp nicht extra bezahlen. Ein Angebot, dass man für den Stadtverkehr annehmen sollte, da Verbrauchsminderungen von mehr als zehn Prozent drin sind. Das Motorenangebot für den Work Up beschränkt sich im Übrigen auf Diesel, weder Benziner noch Gasumrüstung sind erhältlich.

Auf die 4,14 m² große Ladefläche passen drei Europaletten. Große Trittstufen auf beiden Seiten der Pritsche vereinfachen die Beladung. Die Verschlüsse der Ladebordwände öffnen und schließen leichtgängig. An sechs Punkten auf der Pritsche lässt sich die Ladung sicher verzurren. Zwischen Pritsche und Fahrgestell hat Fiat ein abschließbares Fach eingebaut, das Platz für kleinere Werkzeuge bietet. Mit einer maximalen Zuladung von 925 Kilo muss sich der Work Up vor Konkurrenten wie dem VW T5 mit Pritschenaufbau und kurzem Radstand nicht verstecken. Dafür fällt die gebremste Anhängelast mit maximal einer Tonne beim 1,3-Liter-Diesel und 1.500 Kilogramm mit der größten Motorvariante wesentlich geringer aus als beim VW. Der zieht bis zu 2,2 Tonnen schwere Anhänger.

Große Außenspiegel sorgen für eine gute Rundumsicht

Eine Stahlwand mit Fenster trennt Ladefläche und Fahrgastzelle. Freie Sicht nach hinten ist damit gewährleistet. Hinzu kommt eine gute Rundumsicht durch ausreichend große Außenspiegel. Die Sitze des Work Up sind bequem und bieten eine gute Seitenführung. Wer häufig während der Fahrt das Mobiltelefon nutzt, kann mit der Fiat-eigenen Freisprecheinrichtung Blue and Me das lästige Headset ersetzen. Allerdings ist in Kombination mit Start-Stopp zu beachten, dass beim Anlassen des Fahrzeugs die Stromzufuhr kurz unterbricht und Telefongespräche jäh beendet.

Die in der Türkei produzierte Fiat-Pritsche gibt es ab 17.750 Euro mit 1,3-Liter-Aggregat und in Euro 5. Damit kostet das Fahrzeug 3.750 Euro mehr als der vergleichbare Kastenwagen. Für 19.700 Euro ist die 2,0-Liter-Maschine erhältlich.

Portrait

Autor

Foto

Aldo Ferrero/Archiv

Datum

21. Juni 2012
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