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Fahrzeuge: Jobs unsicher

Krise und Maut könnten 80.000 Jobs kosten.

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) fürchtet aufgrund der Wirtschaftskrise und der stark gestiegenen Lkw-Mautgebühren allein in diesem Jahr den Verlust von 80.000 Arbeitsplätzen in Deutschland. Die Kosten für die Spediteure seien durch die zum Jahresbeginn erhöhte Lkw-Maut deutlich stärker gestiegen, als von der Bundesregierung angegeben, so Verbandspräsident Hermann Grewer. Nach Berechnungen des Verbandes stieg die durchschnittliche Belastung pro Kilometer von 12,5 auf 18,4 Cent pro Kilometer, während die Bundesregierung eine Kostensteigerung von 13,5 auf nur 16,3 Cent nennt. Dem Verband zufolge steigt die Gebühr damit um bis zu 48 Prozent. Im vergangenen Jahr meldeten rund 1300 Unternehmen Insolvenz an. 9000 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz. Der Verband erneuerte seine Ankündigung, im Mai gegen die Mauterhöhung Klage einzureichen. Der BGL wirft der Bundesregierung vor, dass die Mauteinnahmen um jährlich eine Milliarde Euro zu hoch liegen und deshalb die Maut gegen EU-Recht verstößt. Nach einer EU-Richtlinie darf die Gebühr nur so viel einbringen wie Neubau, Instandhaltung und Betrieb des Autobahnnetzes im Jahr theoretisch kosten. Die Bundesregierung beziffert den Wert der Autobahnen, der dieser Berechnung zu Grunde liegt, auf 307 Milliarden Euro. Gutachter der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität kommen dagegen nur auf 190 Milliarden Euro. Viele Unternehmen fordern jetzt ein Viertel ihrer Mautausgaben zurück und zahlen die Gebühren inzwischen nur noch wie vom BGL empfohlen „unter Vorbehalt“.

Datum

30. April 2009
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