Zoom

Transportwelt: Doppelt schauen ist besser

Wechselt ein Autofahrer in die linke Fahrspur, sollte er sich nicht nur auf seinen Rückspiegel verlassen. Er ist gut beraten, sich unmittelbar vor dem Ausscheren, auch umzudrehen. Wer dieser doppelten Rückschaupflicht nicht nachkommt, muss bei einem Unfall die volle Schadensumme tragen. Auf dies Urteil des Landgerichts Coburg (AZ: 11 O 590/08) weist die Deutsche Anwaltshotline hin. Im vorliegenden Fall ist eine Autofahrerin beim Fahrbahnwechsel mit einem Krankenwagen, der von hinten heranfuhr, zusammengestoßen. Sie scherte aus und drehte sich dabei nicht um. Zudem setzte sie nach Zeugenaussagen keinen Blinker. Ihrer Meinung nach hätte der Krankenwagen allerdings vorsichtiger fahren müssen. Die Richter sahen das anders: Das mit deutlichem Sondersignal fahrende „Wegerechtsfahrzeug“ hatte Anspruch auf „freie Bahn“. Hätte sich die Frau umgeschaut, wäre ihr das Fahrzeug aufgefallen. Zudem hätte der Fahrer des Rettungswagens keine Möglichkeit gehabt zu reagieren, da sie ja auch keinen Blinker setzte. Sie muss laut Gericht für den vollen Schaden aufkommen.

Foto

Foto: photo 5000/Fotolia.com

Datum

11. Februar 2009
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Unsere Experten
Rechtsanwältin Judith Sommer, Fachanwältin für Arbeitsrecht. Judith Sommer Fachanwältin für Arbeitsrecht
Rechtsanwältin Judith Sommer ist Fachanwältin für Arbeitsrecht. Seit über 10 Jahren berät und… Profil anzeigen Frage stellen
Kristina Dietze von der Polizeidirektion Görlitz/ Autobahnpolizei Kristina Dietze Polizeioberkommissarin Autobahnpolizeirevier Bautzen
Expertin für Gefahrguttransporte (aus polizeilicher Sicht), Vermögensabschöpfung im… Profil anzeigen Frage stellen
Aktuelle Fragen
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Tests +++
+++ News +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.