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Transportwelt: Auch Subunternehmer haften bei Schäden

Seit einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) ist es klar: Empfänger eines Transportguts können ihre Ansprüche im Fall von Beschädigung oder Verlust auch direkt gegen einen ausführenden Unterfrachtführer geltend machen (AZ: I ZR 12/06). Dies gilt auch dann, wenn zwischen den beiden Parteien keine vertragliche Verbindung besteht. Nach Ansicht von Tigges Rechtsanwälte aus Düsseldorf hat der BGH damit nicht nur die Situation für Empfänger und Versender deutlich verbessert, er weicht zudem auch von seiner bisherigen Rechtsprechung ab. Tritt ein Schaden in der Obhut des Unterfrachtführers ein, so könnten Ansprüche nun direkt beim Unterfrachtführer sowie weiterhin auch beim eigentlichen Vertragspartner geltend gemacht werden. Das Urteil ist laut Tigges von weitreichender Bedeutung für alle Verkehrsträger. Da Subunternehmer-Verhältnisse im Speditions- und Logistikbereich üblich seien, ermögliche der BGH nunmehr den direkten Zugriff auf den Unterfrachtführer. Das Risiko des Versenders, bei Insolvenz seines Vertragspartners leer auszugehen, werde durch die haftungsrechtliche Einbeziehung des Subunternehmers verringert.

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Foto: photo 5000/Fotolia.com

Datum

29. März 2010
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