Mercedes Sprinter Zoom

Daimler: Hinter den Erwartungen geblieben

Mercedes-Benz Vans verzeichnet 2012 einen leichten Rückgang in den Absatzzahlen. Im Ergebnis muss die Sparte einen massiven Rückgang hinnehmen.

Die Van-Sparte von Mercedes-Benz hat 2012 vier Prozent weniger Fahrzeuge verkauft, als noch im Jahr zuvor. "Insgesamt haben wir mehr als 252.400 Einheiten von Sprinter, Vito, Vario, Citan und Viano abgesetzt", sagt der Leiter von Mercedes-Benz Vans Volker Mornhinweg. Beim Gewinn verzeichnet die Sparte einen Rückgang von 35 Prozent gegenüber 2011. Das sei zum einen dem Absatzrückgang in Europa geschuldet, außerdem hätten Investitionen in die Markteinführung neuer Produkte das Ergebnis beeinflusst, betont Mornhinweg. Der negativen Gewinnentwicklung will Mercedes 2013 gegensteuern. »Insgesamt werden wir dieses Jahr eine Ergebnisverbesserung von 100 Millionen Euro erzielen«, betont der Spartenleiter. Dazu durchleuchte das Unternehmen die gesamte Organisation und prüfe alle Möglichkeiten für Einsparungen und Effizienzsteigerungen. Personalabbau sei derzeit aber nicht geplant, erklärt Mornhinweg.

Dazu gibt es derzeit auch wenig Grund, denn Mercedes-Benz Vans hat trotz schlechterer Zahlen als in 2011 das drittbeste Ergebnis überhaupt erzielt. Mit einem Marktanteilen in Europa von rund 18 Prozent im Bereich der mittleren und großen Transportern liegt Mercedes nach wie vor auf den vorderen Plätzen. Problematisch hingegen ist die Entwicklung in China. Dort liegt der Stuttgarter Hersteller weit hinter den Erwartung. Dort habe das Unternehmen einen Absatzrückgang von 35 Prozent hinnehmen müssen, sagt Mornhinweg.

Dämpfer für das Langfristziel in 2015

Das ist ein Dämpfer auch für das Langfristziel in 2015 rund 400.000 Einheiten weltweit abzusetzen. Dennoch hält Mornhinweg an dieser Vorgabe fest. Ein Baustein auf dem Weg dahin soll der Stadtlieferwagen Citan sein. In den ersten beiden Monaten vor Jahresende setzte Mercedes davon 7.100 Einheiten ab. Noch etwas ankurbeln soll den Verkauf des Citan das seit  März verfügbare Sondermodell "Worker", das mit einem Grundpreis von weniger als 12.000 Euro selbst Dacia preislich Konkurrenz macht.

Mercedes setzt auf die Modellpflege des Sprinters

In der großen Klasse setzt Mercedes auf die Modellpflege des Sprinter noch im ersten Halbjahr. Dabei betonte Mornhinweg nochmal, dass die Kooperation mit VW in Sachen Sprinter und Crafter bis 2016 weiterläuft. Was danach komme, sei noch nicht klar. Gespräche gebe es aber bereits mit Renault, die Interesse an einer Kooperation bei den großen Transportern bekundet hätten, sagt der Mercedes-Mann.

Für den Vario wird es 2013 ernst. Im September will der Stuttgarter Fahrzeugbauer die Produktion in Ludwigsfelde endgültig einstellen. Eine Umstellung des schweren Transporters auf Euro 6 sei angesichts der Absatzzahlen nicht rentabel. Mit Sprinter und Fuco Canter will Mercedes die entstehende Lücke auffüllen.

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1. März 2013
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