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Cool Top Vario 10 E: Webasto sorgt für kühle Pausen

Webasto stellt mit der Cool Top Vario 10 E eine neue Standkklimaanlage vor, die wenig Energie verbraucht, schnell montiert und zudem überraschend leise ist.

Die Etappe ist geschafft. Es ist Zeit für die verdiente Pause. Jetzt noch ein schattiges Plätzchen finden und dann ein paar Stunden schlafen, bevor es weiter geht. Doch das ist leichter gesagt als getan, wenn nur noch Standplätze in der prallen Sonne frei sind. Besonders in südlichen Ländern ist die Hitzeentwicklung im Fahrerhaus ein echtes Problem. Darunter leidet der Schlaf. Die Folgen: Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Abhilfe bietet die Standklimaanlage Cool Top Vario von Webasto, die für eine kühle Kabine in den Ruhezeiten und damit für erholsamen Schlaf sorgt.

Webasto verbindet das Klimagerät mit dem 24-Volt-Bordnetz. Eine zusätzliche Batterie ist daher nicht nötig. Der Energiebedarf im Eco-Modus ist mit 13 Amper sparsam. Trotz einer Kälteleistung von 1.000 Watt soll die Anlage im Sparbetrieb bis zu zehn Stunden und unter Volllast sechs bis acht Stunden für Kühlung im Fahrerhaus sorgen. Das reicht für die Nachtruhe.

Cool Top Vario verfügt über eine Unterspannungsabschaltung

Der Fahrer muss laut Hersteller auch keine Angst haben, dass sein Fahrzeug am nächsten Morgen nicht mehr anspringt. Damit es kein böses Erwachen gibt, hat Webasto die Cool Top Vario mit einer Unterspannungsabschaltung ausgestattet. Die schützt die Batterie vor Überlastung. Erreicht das Gerät die untere Spannungsgrenze, schaltet die Anlage automatisch ab.

Problemlos gestaltet sich auch der Einbau der Klimaanlage. Hierzu entfernt der Monteur die Glasabdeckung im Dach der Fahrerkabine und setzt die Klimaanlage sowie eine Isolierung dort ein. Danach erfolgt der Anschluss des Klimageräts an die Batterie sowie die zentrale Sicherung des Fahrzeugs. Laut Webasto dauert der Einbau der Cool Top Vario etwa zwei bis drei Stunden.

Passgenau für MAN und Iveco Stralis

Webasto bietet die als Nachrüstsystem entwickelte  Aufdachanlage mit diversen fahrzeugspezifischen Einbaukits an. Für MAN-Zugmaschinen und den Iveco Stralis hat Webasto das Basisgerät zudem an die jeweilige Dachkonstruktion angepasst. Cool Top Vario ist mit den meisten europäischen Zugmaschinen kompatibel.

Kühlung erfolgt durch ein Umluftsystem

Das Arbeitsprinzip der Cool Top Vario ist dabei so simpel wie der Einbau. Die Kühlung erfolgt durch ein Umluftsystem. Dabei saugt die Klimaanlage Kabinenluft an, kühlt diese über das Verdampfergebläse ab und leitet die abgekühlte Luft anschließend zurück ins Fahrerhaus. Die Lösung bietet zwei wesentliche Vorteile: Da keine Luft von außen kommt, bleibt die Staubbelastung innerhalb der Kabine sehr gering. Deshalb eignet sich die Anlage auch für Baustellenfahrzeuge. Durch das Umluftprinzip benötigt die Anlage zudem keinen Luftfilter. Laut Herstellerangaben kommt Cool Top Vario bis zu fünf Jahre ohne Wartung aus.

Luftführungssystem von Behr

Für die Luftverteilung in der Kabine greift Webasto auf das Luftführungssystem der Firma Behr zurück. Der Fahrer kann dabei über das LCD-Display der Klimaanlage oder per Fernbedienung zwischen insgesamt 18 Einstellungen auswählen. Drei unterschiedliche Kühlströme stehen zur Verfügung: Die Spot-Einstellung sorgt mit einem präzisen Luftstrom für eine punktuelle Kühlung.

Stellt der Fahrer die Anlage auf den Modus Diffus, verteilt das Gerät den Luftstrom in der gesamten Fahrerkabine. Die Komforteinstellung verwirbelt die kalte Luft sogar so stark, dass eine zugluftfreie Klimatisierung der Fahrerkabine möglich ist. Die insgesamt sechs Gebläsestufen kühlen die Kabinentemperatur bei einer Außentemperatur von 45 Grad Celsius auf bis zu 18 Grad Celsius herunter. Um sich zu erholen, braucht der Fahrer, neben einem angenehmen Klima, vor allem eines – Ruhe. Klimaanlagen entwickeln in der Regel einen hohen Geräuschpegel. Bei der Demonstration in der Schallkammer zeigte sich,  dass Webasto hier eine Anlage entwickelt hat, die trotz hoher Kühlleistung überraschend leise ist. Tatsächlich hörbar war nur der Luftstrom. Verantwortlich dafür ist eine Isolation um den Kompressor. Das verringert Schwingungen der aktiven Bauteile. Die verkleidete Mechanik gibt so weniger Vibrationen an das Gehäuse weiter, was die Geräuschentwicklung stark reduziert. 

Cool Top Vario ist momentan die teuerste Anlage am Markt

Die Nachrüstanlage Cool Top Vario ist seit März erhältlich. Die Webasto-Anlage muss sich mit Standklimageräten von Waeco und Bycool messen. Kompatibilität Einbaukomfort und Benutzerfreundlichkeit sprechen zwar für die Cool Top Vario, dafür ist die Anlage momentan auch die teuerste am Markt. Mit einem Nettopreis von 1.619 Euro für das Basisgerät und noch einmal 135 Euro für den fahrzeugspezifischen Montagesatz, ist die Standklimaanlage sicherlich keine ganz günstige Anschaffung. Doch mit der Gewissheit, dass Fahrer ausgeruht sind und sie samt Ladung sicher ihren Bestimmungsort erreichen, sollten Auftraggeber und Kunden künftig ebenfalls ruhiger schlafen können.

DATEN UND PREISE

Kälteleistung (Watt )    1.000
Nennspannung  (Volt)     24
Maximale Stromaufnahme (Amper)    20     13 (ECO-Modus)
Betriebstemperaturbereich (°Celsius)     max. 45
Abmessungen L x B x H (Millimeter)    860 x 700 x 315
Einbauhöhe (abhängig vom Kabinentyp)     197-200
Erforderlicher Dachausschnitt (Millimeter)    400 x 402
Gewicht (Kilogramm)     31,0
Preis     1619 Euro (netto)
Montage-Kit     135 Euro (netto)

Geräuschmessung (in Actros III)

Kopf Fahrerposition
mittlerer Gebläsestufe     unter 50 Dezibel
maximale Gebläsestufe    64 Dezibel

Kopf Liegebereich
untere Gebläsestufe    40 bis 46 Dezibel
maximale Gebläsestufe   unter 60 Dezibel

Webasto bietet für die Cool Top Vario 10 E spezifische Montagesätze für folgende Fahrzeuge an:

DAF      XF 105 SCXF 105 SSC
MAN     TGA
              TGX (XL & XXL)
              TGM
              TGL (LX)*
Mercedes-Benz     Actros
                             Atego
    Axor*
Scania     R & P-Reihe
Renault       Magnum Premium
Volvo    Globetrotter (L2H2)* Globetrotter LXL (L2H3)
Iveco       Stralis*

* Verfügbar ab Mitte 2012

Foto

Webasto

Datum

15. März 2012
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